Motoröl wechselbar

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    • Da kann ich ein Lied davon singen. Bei vielen meiner Oldies war es so, dass sie zeitweise mit Vollsynthetik-Öl gefahren wurden. Damit ich nicht so viele verschiedene Öle vorhalten muss, habe ich die gesamte Flotte auf 10W30 Aral mineralischem Motoröl laufen und das seit inzwischen mehr als 10 Jahren.

      Grundsätzlich wende ich folgendes Rezept an (Auch wenn ich nicht weiß, welches Motoröl zuvor verwendet wurde):

      1. Motor deutlich auf Betriebstemperatur, je wärmer - je besser.
      2. Motoröl komplett ablassen (Ich lasse das Motoröl solange ablaufen, bis der Motor abgekühlt ist)
      3. Ölfilter bereits direkt nach dem Ablassen des Motoröls ausbauen
      4. Neuen Ölfilter rein, neues Motoröl auffüllen
      5. Das neue Wechselintervall auf 1.000 km/ oder 1 Monat
      6. Einen erneuten Ölwechsel mit dem verkürzten Wechselintervall
      Mit diesem Rezept habe ich keinerlei Probleme bei den Fahrzeugen festgestellt. Es geht einfach darum, so viel wie möglich von dem synthetischen Motoröl heraus zu bekommen, da sich das mineralische Öl nicht mit dem synthetischen Motoröl mischt. Das bedeutet, das synthetische Motoröl soll möglichst umfangreich "ausgespült" werden. Der Mammutanteil wird bei dem ersten Ölwechsel ausgespült, der Rest bei dem nächsten, verfrühten Ölwechsel. Der verbleibende Rest dürfte sich im einstelligen Prozentbereich befinden und hat entsprechend keine besondere Wirkung.
      Ich habe auch die Kniffe mit dem Ausspülen mittels Diesel/Petrolium gelésen, halte da aber wenig davon, da sich dann dieser einstellige Prozentbereich aus Diesel/Petrolium ergibt. Die Schmierwirkung von mineralischem und synthetischem Motoröl ist weitestgehend gleich, nur gibt es lediglich eine Vermengung aber keine Vermischung. Den Lagern im Motor ist es wurscht, nur kann es zur Schaumbildung in der Motorölwanne kommen und das mag der Ölkreislauf mal garnicht. Bei einem Anteil von weniger als 1% der Füllmenge von synthetischen Öl im mineralischen Öl tritt diese Schaumbildung kaum auf und wenn auch nur marginal, so dass hier keine Gefahr droht. Selbst bei einem Anteil von ca. 5% der Füllmenge droht kein spürbarer Schaden ... Erst bei einem größeren Anteil kann es geschehen, dass sich Schaumblasen im Motorölkreislauf bilden und damit die Lager ggf. nicht mehr ausreichend versorgt werden. Das bemerkt man, wenn die Öldruckkontrolle flackert oder zeitweise die Lager, bzw. die Hydrostößel anfangen zu "tackern".

      vG
      Martin
      A men´s work is never done ...
    • Warum bleibst Du nicht bei dem jetzigen Öl ?

      Ganz so dramatisch sehe ich den Gebrauch von Vollsynthetischenm Motoröl nicht.
      Das frühere Ausflocken und die damit verbundene Blockage der Ölwege im Motor ist
      bei Allerwegsfahrzeugen auch nicht mehr wirklich dramatisch bei den heutigen Ölen.
      Moderne Motoren die Leichtlauföle benötigen reagieren da empfindlicher. Speziell wenn hydraulische Steuerzeitenversteller verbaut sind, sollte man besser beim empfohlenen Öl bleiben.
      Beim nächsten Italienurlaub gibt es das originale Öl für den Eurocargo im Baumarkt meist für einen besseren Kurs als hier.

      Gruß
      Rufus
    SuperSense Füllstandssensoren