Aufbau und Starterbatterie Tod schon das 2te Mal.

  • Hallo zusammen,


    ich bin etwas ratlos und hoffe auf eure Expertise. Mein Nibi steht normalerweise über Winter in einer Halle am Landstrom, Heizung/Strom auf 12 Grad. Wir wollte über Silvester los, also ab in die Halle und...... alles Tod :cursing: . Keine Zentralverriegelung, kein Panel mehr an nix. Landstrom lag aber an. Alle Überbrückungsversuche schlugen fehl. Also beim Freundlichen eine neue Starterbatterie gekauft- eingebaut läuft. Die Aufbaubatterien haben die Tiefenentladung wohl halbwegs überstanden. Das kuriose ist, dass mir exakt das gleiche im Winter 24/25 genau so passiert ist. Seit Neujahr habe ich den Nibi zuhause stehen, zum beobachten. Alles in Ordnung kein Spannungsabfall, Ladegerät funktioniert. Ich bin ratlos. Hat einer eine Idee? Ich habe jetzt im Frühjahr einen Termin in Polch, aber nach was sollen die suchen, wenn alles funktioniert?

    Ich freu mich auf euren Input.

    Susi und Klaus


    Das Leben ist endlich, deshalb gilt es endlich zu leben.


    NB Flair 920 LE Bj.2016

  • Moin,


    bei mir war diesen Winter einmal der FI vom Landstrom-Eingang (im Womo) geflogen - evtl. als jemand den Schuko-Stecker des Kabels mal verändert hat. Die Akkus waren auf 30 % entladen.

    Man sollte also das max. Intervall der Aufbaubatterien nicht unbeobachtet überschreiten - ob mit Fernüberwachung oder eben durch lokale Überprüfung.

    Auch ein Ladegerät / Stromversorgung ist nunmal nicht 100 % ausfallsicher.

  • Der Landstrom war dran, als Du zum Wohnmobil gekommen bist. Aber kann es sein, dass vielleicht in der Halle mal länger der Strom weg war?

    Da ja jetzt alles funktioniert und Du nichts verändert hast, kann es ja keine Sicherung/FI im Womo gewesen sein.


    Oder das Ladegerät hat einen Defekt/Wackler, der sporadisch auftritt oder aber bei niedrigen Temperaturen.


    Gruß Axel

  • Hallo zusammen,


    ich bin etwas ratlos und hoffe auf eure Expertise. Mein Nibi steht normalerweise über Winter in einer Halle am Landstrom, Heizung/Strom auf 12 Grad. Wir wollte über Silvester los, also ab in die Halle und...... alles Tod :cursing: . Keine Zentralverriegelung, kein Panel mehr an nix. Landstrom lag aber an. Alle Überbrückungsversuche schlugen fehl. Also beim Freundlichen eine neue Starterbatterie gekauft- eingebaut läuft. Die Aufbaubatterien haben die Tiefenentladung wohl halbwegs überstanden. Das kuriose ist, dass mir exakt das gleiche im Winter 24/25 genau so passiert ist. Seit Neujahr habe ich den Nibi zuhause stehen, zum beobachten. Alles in Ordnung kein Spannungsabfall, Ladegerät funktioniert. Ich bin ratlos. Hat einer eine Idee? Ich habe jetzt im Frühjahr einen Termin in Polch, aber nach was sollen die suchen, wenn alles funktioniert?

    Ich freu mich auf euren Input.

    Hallo Klaus,

    wie heizt du deinen Wagen im Winter?

    Und wo steht das Fahrzeug in der Halle?

    Kann es sein, das der Vermieter dir einfach den Strom abstellt, weil du zuviel verbrauchst wegen deiner Heizung?


    Das wäre mein Vermutung. So wie du es beschreibst liegt kein Fehler vor....


    LG eckart

  • Hallo zusammen,


    der Vermieter beteuert, dass immer Strom anlag. Ich habe aber allerdings die Vermutung, dass dem nicht so war. Im Moment Zuhause am Landstrom, läuft ja auch alles stabil und es war auch keine Sicherung im Womo draußen. Nach dem Einbau der neuen Starterbatterie lief ja auch alles wieder ohne Problem. Ich werde das weiter beobachten.

    Susi und Klaus


    Das Leben ist endlich, deshalb gilt es endlich zu leben.


    NB Flair 920 LE Bj.2016

  • Hallo Klaus,

    Ich habe auch ein paar nur sporadisch benutzte PKW, die ihre Starterbatterien regelrecht gefressen haben. Das Problem ist die Tiefentladung. Daher habe ich die betreffenden Autos mit LiFePo4 Starterbatterien ausgestattet, seither ist Ruhe. Selbst wenn tiefentladen war, reicht es, für einige Zeit Spannung anzulegen und die Batterie lädt wieder, trotz mehrmaligem Abschalten des BMS nahezu keine Kapazitätseinbußen. Nur mal so als Anregung, falls die Starterbatterie wieder tot sein sollte, was ich Dir nicht wünsche.


    Viele Grüße

    Alex

  • Ich habe auch ein paar nur sporadisch benutzte PKW, die ihre Starterbatterien regelrecht gefressen haben. Das Problem ist die Tiefentladung. Daher habe ich die betreffenden Autos mit LiFePo4 Starterbatterien ausgestattet, seither ist Ruhe.

    Problem ist doch dann aber, das vielleicht die LiMas gar nicht den Strom liefern können, um die zu laden und dann irgendwann durchbrennen - oder?
    Bei unseren Oldie-Cabrios habe ich CTEK-Ladegeräte dran, die machen dann eine Erhaltungsladung für die Starterbatterie.

    Gruß Harry



    Geschwindigkeit ist, wenn die Landschaft anfängt sich langsam zu bewegen!

  • Hallo Harry,

    Danke für den Hinweis, die betroffenen Fahrzeuge bei mir sind allenfalls Youngtimer - hier gab es bislang keine auch Probleme mit den LiMas. Das Problem trat immer dann auf, wenn ich vergessen hatte, das CTEK dranzuhängen. Die saugen innerhalb 7-30 Tagen die Batterien leer. Eine Blei-Säure- bzw. AGM-Batterie ist da sehr nachtragend, eine LiFePo4 nimmt das nicht ganz so krumm. Der VW Phaeton im Profilbild ist war der erste Kandidat - er hat vor gut 3 Jahren die LiFePo4 Batterie bekommen - so lange hat keine der Vorgängerbatterien durchgehalten. Probleme mit der LiMa gab es nie, bei jetzt knapp 160Tkm.

    Viele Grüße

    Alex

  • Problem ist doch dann aber, das vielleicht die LiMas gar nicht den Strom liefern können, um die zu laden und dann irgendwann durchbrennen - oder?

    Dann würden ja nach einer längeren Fahrt, wenn die Starterbatterie wieder voll geladen ist, alle Lichtmaschinen durchbrennen.

    Der Regler an der Lichtmaschine regelt dann den Ladestrom runter und liefert nur noch soviel wie gerade abgenommen wird.

    Außer intelligente Lichtmaschinen, die sind so schlau, das man am Zielort mit einer nur halbvoll geladenen Starterbatterie ankommt.



    Einmal selbst sehen, erleben und ausprobieren, ist mehr als 100 Neuigkeiten hören oder lesen.

    Grüße von Walter aus Selbu/Norwegen
    Reisen mit C-Carver771L, mit Vollausstattung, 800 Ah LiFePO4-Batt.-Kap. 1040 Wp Solar usw.

  • Dann würden ja nach einer längeren Fahrt, wenn die Starterbatterie wieder voll geladen ist, alle Lichtmaschinen durchbrennen.

    Der Regler an der Lichtmaschine regelt dann den Ladestrom runter und liefert nur noch soviel wie gerade abgenommen wird.

    Außer intelligente Lichtmaschinen, die sind so schlau, das man am Zielort mit einer nur halbvoll geladenen Starterbatterie ankommt.

    Meine Aussage bezog sich eher auf ältere Fahrzeuge, wie auch von Alex beschrieben.
    Ich würde in mein Cabrio von 1985 keine LiFePO4 Starterbatterie einbauen, weil durch den geringen Innenwiderstand der Batterie die LiMa immer am Limit laufen würde.
    Oder sehe ich das falsch?

    Gruß Harry



    Geschwindigkeit ist, wenn die Landschaft anfängt sich langsam zu bewegen!

  • die LiMa immer am Limit laufen würde.
    Oder sehe ich das falsch?

    Ja, auch falsch.

    Warum sollte die Lima immer am Limit laufen, wenn die Batterie voll ist ?



    Einmal selbst sehen, erleben und ausprobieren, ist mehr als 100 Neuigkeiten hören oder lesen.

    Grüße von Walter aus Selbu/Norwegen
    Reisen mit C-Carver771L, mit Vollausstattung, 800 Ah LiFePO4-Batt.-Kap. 1040 Wp Solar usw.

  • Hallo Harry,

    in den 80ern hatten die Lichtmaschinen so etwa 70 Ampere. Das bedeutet, dass sie bei leerer oder teilweise leerer Batterie ziemlich lang und unabhängig von der Batterietechnologie volle Pulle abkönnen müssen. Zudem müssen auch noch die Verbraucher des Fahrzeugs versorgt werden, auch hier gibt es eine ganze Reihe Stromfresser, die zusammen genommen die 70 Ampere auch abrufen könnten.

    Eine LiFePo4 Batterie ist m. E. keine höhere Belastung für die lichtmaschine, sie ist sogar schneller voll, da sie im Gegensatz zur Blei-Säurebatterie nahezu keine Ladeverluste hat.


    Viele Grüße

    Alex

  • Hallo Alex,
    das sehe ich etwas anders:
    Eine herkömmliche Starterbatterie hat einen relativ hohen Innenwiderstand. Wenn beim Motorstart die LiMa anläuft, fließt zunächst ein hoher Strom, um die verbrauchte Energie nachzuladen. Je voller die Batterie , desto höher steigt der Innenwiderstand. Sie regelt den Stromfluss quasi selbstständig herunter und die LiMa läft nicht mehr unter Vollast.

    Und so eine alte 70A-LiMa ist nicht dafür geeignet, dauerhaft 70A zu liefern. Wenn also im worst case eine halbvolle LiFePO4 permanent maximalen Strom anfordert, dann kann es passieren, das bei geringer Drehzahl die Wicklungen durchbrennen. Die LiMa ist ja luftgekühlt.

    Aber wahrscheinlich wird das kaum auftreten.


    Und - in den 80ern waren die LiMas eher 45/55A :-))

    Gruß Harry



    Geschwindigkeit ist, wenn die Landschaft anfängt sich langsam zu bewegen!

  • Hallo,


    Aus meiner Ausbildung weiß ich noch, dass bei den damaligen Lichtmaschinen einfach eine Spannungssteuerung stattfand, damit bei unterschiedlichen Drehzahlen die Ausgangsspannung der LiMa etwa konstant blieb. Dabei wurde durch den Regler ein Spannungssoll-istwert-Vergleich gemacht und entsprechend der Erregerstrom der LiMa gesteuert, damals i.d.R. mittels Transistoren. Und nach Ohm ist bekanntlich der fließende Strom bei konstanter Spannung schon vom Widerstand abhängig. Es kommt also schon auch auf den Innenwiderstand der zu ladenden Batterie an, wenn er kleiner ist, fließt einfach mehr Strom. Mir hat später sogar mal ein (wirklicher) Fachmann gesagt, dass ich selbst beim Tausch des Bleiakkus in meinem XM in einen gleichen nur mit einer höheren Ah-Zahl wegen des sich verändernden Innenwiderstandes auffassen sollte. Nochmal eine "andere Nummer" ist ja der Tausch Blei- gegen Lithiumakku.


    Aber die exaktere Bewertung sollten hier doch diejenigen mit der entsprechenden Expertise machen ;).


    VG Dieter

    Die Entdeckung, daß es so einfach nicht ist, wie man gedacht hat, ist als Gewinn anzusehen (Carl Friedrich von Weizsäcker).

  • Um wieder auf's Thema zurück zu kommen:

    Hallo zusammen,


    der Vermieter beteuert, dass immer Strom anlag. Ich habe aber allerdings die Vermutung, dass dem nicht so war. ...

    Hallo Klaus,


    ging mir einmal ähnlich, als unser Mobil noch in einer Gemeinschaftshalle stand. Ich kam und nichts ging, nicht einmal die Tür :(. Nach dem Prüfen und kurzem Laden über den wieder intakten Landanschluss war alles wieder okay. Also nur Zuversicht, aus Deinem Geschilderten kann ich auch, wie Eckart, keinen Defekt erkennen.


    Beste Grüße

    Dieter

    Die Entdeckung, daß es so einfach nicht ist, wie man gedacht hat, ist als Gewinn anzusehen (Carl Friedrich von Weizsäcker).