Noch ´ne Toilette ...

  • Hallo liebe LinerTreff´ler.


    wir alle, oder zumindest die meisten von uns schätzen ja die Zerhacker-Toiletten in unseren Fahrzeugen (außer wenn der Zerhacker gerade mal wieder verstopft ist <X). Die Vorteile sind bekannt: kein Schleppen der Schokobox, lange Autarkie ohne Entsorgungsnotwendigkeit sowie in aller Regel eine gute und einfache Hygiene bei der Entleerung.


    Nun bringt Thetford ein neues Zerhacker-System auf den Markt namens "Indus", das wohl vor allem auf den Markt der kleineren Fahrzeuge abzielt, wo in erster Linie noch Cassetten verbaut werden.

    Hier die Web-Seite von Thetford dazu: Indus-Lokus-Webseite

    … sowie ein Video, welches die Funktionsweise erklärt:


    Der Schwarzwassertank soll bei dem System im Standard bei 25-30l liegen. Mit unseren Systemen und unserem Wasserverbrauch kämen wir mit dieser Tankgröße wohl nicht lange hin. Interessant finde ich daher, dass Thetford von nur 200-500ml Wasserverbrauch pro Spülung schreibt und so eine Autarkie von bis zu 7 Tagen verspricht. Zudem wird in erster Linie Grauwasser für die Spülung verwendet, was den Frischwasserbedarf weiter reduziert.


    Wenn das tatsächlich funktioniert und man das auf unsere Fahrzeuge bezieht, könnte man mit so einem System mit deutlich kleineren Tanks und weniger Wasserreserven und somit auch mit weniger Gewicht auskommen. Gleichzeitig würde man Stauraum gewinnen. Also der Theorie nach ein interessanter Ansatz auch für einen Liner aber kann das wirklich funktionieren?


    Habt Ihr dazu irgendwelche Erkenntnisse? Hat das System schon jemand im Einsatz gesehen? Und weiß jemand ob das mit dem Spülwasseransatz funktioniert?


    Negativ finde ich auf jeden Fall, dass Thetford hier eine Lösung mit Einsatz von Chemie vorschlägt. Das finde ich überhaupt nicht mehr zeitgemäß. Ich bin sehr froh mit meiner Ammovit-Lösung und ohne jegliche chemische Zusätze unterwegs zu sein. Alleine deshalb schon käme das neue System für mich nicht in Frage aber technisch ist das in einer Ausbaustufe vielleicht für unsere Fahrzeugklasse denkbar.


    Was meint ihr also dazu bzw. was wisst ihr darüber?


    VG, Thomas

  • Das scheint eine Idee zu sein, ähnlich wie bei Druckerpartronen. Man macht die Nutzer abhängig von den Kartuschen die natürlich nur über den Hersteller zu bekommen sind.


    Ein System welches zwar mit Grauwasser funktioniert und dennoch Chemie braucht um kleinere Spülmengen und Schwarzwasser- Tanks zu rechtfertigen scheint mir nicht sehr innovativ.


    Grüße


    Manfred

  • Using grey to flush the toilet is in everyone's mind I suspect, but all those extra cartridges, plumbing connections and specific emptying module. So much to get you in the shit!

  • Wenn das Problem mal jemand vernünftig lösen würde. Grauwasser für die Spülung der Toilette. Das stinkt wie die Pest und verstopft alle Pumpen und Dichtungen. Das Grauwasser dafür aufzubereiten ist die große Herausforderung. Bis jetzt ist mir kein System bekannt. Ich habe, bevor wir eine Trockentrenntoilette eingebaut haben, sehr viel Überlegungen dahingehend getätigt. Letztendlich ohne Ergebnis. Im Nachgang zum Glück, da wir mit unserer jetzigen Lösung super zufrieden sind.

    „Man reist nicht, um anzukommen, sondern um zu reisen.“ — Johann Wolfgang von Goethe

  • Jungs, jetzt seid doch nicht gleich so negativ.


    Aus der Idee, die bei Bürstner ja wohl bereits zu kaufen ist kann doch was werden.


    Auf jeden Fall ist die automatische Dosierung der Zusätze deutlich besser. Was meint ihr, wieviele da draußen der Meinung sind bei der Chemie nach dem Motto „viel hilft viel“.


    Die Handhabung der Pumpe oder was es auch immer sein soll ist doch auch deutlich besser als die sonst von euch immer so verpönte Schokobox!. Und wenn die „grob genug“ gebaut ist saugt die alles weg. Lieber die draußen mal zerlegen als die halbe Toilette zerlegen.


    VG


    Elbert

  • Wenn das Problem mal jemand vernünftig lösen würde. Grauwasser für die Spülung der Toilette. Das stinkt wie die Pest und verstopft alle Pumpen und Dichtungen. Das Grauwasser dafür aufzubereiten ist die große Herausforderung. Bis jetzt ist mir kein System bekannt. Ich habe, bevor wir eine Trockentrenntoilette eingebaut haben, sehr viel Überlegungen dahingehend getätigt. Letztendlich ohne Ergebnis. Im Nachgang zum Glück, da wir mit unserer jetzigen Lösung super zufrieden sind.

    Hast Du eine Cinderella?

  • Ich habe bereits eine genaue Dosierung. 2 Löffel Ammovit:D


  • Bürstner mit SLC-Chassis und neuem Toilettensystem

    Die Besonderheit der SLC-Konstruktion: Die Längsträger des Fahrgestells sind mit einer speziellen Isolation versehen und in den Doppelboden integriert, wodurch sich ein komplett flacher Unterboden ergibt, was aerodynamische Vorteile bringt. Gleichzeitig ist in dem 36 cm hohen Kellergeschoss die Bordtechnik untergebracht, unter anderem der mit 140 Liter Fassungsvermögen besonders große Frischwassertank. Auch Stauraum findet sich im Untergeschoss, unter anderem ein über zwei Schürzenklappen zugängliches Durchladefach unter der Sitzgruppe.

    Ganz neu ist auch das Indus-Toilettensystem von Thetford, das Bürstnerzunächst exklusiv anbieten kann. Gespült wird hier ressourcenschonend mit Grauwasser; die Entleerung des Schwarzwassertanks, der mit 50 Liter Fassungsvermögen eine lange Autarkiezeit gewährleistet, erfolgt komfortabel über einen ausziehbaren Schlauch mit angedockter Glocke. Anschließend wird die Entsorgungseinheit mit dem Grauwasser gespült.


    Ok, das ist für Frischwasser nun nicht gerade das was manch einer hier herumfährt, aber 50 l für Fäkalien ist gegenpber der Kassette mit 17 l immerhin das 3fache.

  • Ich glaube es braucht einfach eine gewisse Menge Wasser zum Spülen - wenn von unter einem Liter gesprochen wird, dann wird man vermutlich öfters mal ein paar mal mehr Spülen. (Ich erinnere mich nur als unsere Wasserpumpe zu wenig Wasser brachte)

    Grauwasser zum Spülen, tolle Idee aber nicht besonders ansprechend, dann Schmutzwasser in der Toilette stehen zu haben.
    Ich denke hier wird vornehmlich unter dem Umweltschutzgedanken entwickelt und vermarktet. Ob das dann in der Praxis sinnvoll ist werden wir in vielleicht einem Jahr sehen.

  • Mich stört bei dem Konzept dass man auf diese Patronen angewiesen ist. Schaut mir nach einem ähnlichen Marketingkonzept aus wie bei Tintenstrahldruckern. Langfristig wird an der Chemie verdient, weil ohne geht es nicht 🤔

SuperSense Füllstandssensoren