Bedenkliche Entwicklung


    Am Möhnesee im Kreis Soest gibt es Streit um ein privat vermietetes Wohnmobil. Ein Sauerländer hat das auf einem städtischen Wohnmobil-Stellplatz abgestellt und vermietet es über die Internetplattform Airbnb. Den Stellplatz bezahlt er selbst. Die Gemeinde will dagegen allerdings jetzt juristisch vorgehen.


    Gemeinde will keine gewerbliche Nutzung

    Sie befürchtet, wenn das Schule mache, seien demnächst alle der insgesamt 50 Stellplätze von Gewerbetreibenden besetzt. Zielgruppe der Tourismus-Gemeinde sind aber Privatleute.


    Mietgebühr von 53 Euro am Tag

    Der Sauerländer verlangt für sein Wohnmobil 53 Euro pro Tag. Abzüglich der Stellplatzgebühr von 18 Euro, verdient er 35 Euro, ohne dass sein Wohnmobil auch nur einen Meter bewegt wird.

    Die Sorge der Gemeinde, dass das Geschäftsmodell einreißt, ist übrigens anscheinend berechtigt. Auf einem anderen Stellplatz hat der Sauerländer inzwischen noch ein Wohnmobil abgestellt.

    Stand: 31.07.2020, 12:13


  • Moin Peter,


    habe den Beitrag auch im Radio gehört und voller Verwunderung über die Dreistigkeit den Kopp geschüttelt. Es ist ja schön und gut, wenn jemand neuer Geschäftsideen entwickelt aber diese Idee geht mir dann auch zu weit zu Lasten der Gesellschaft. Das ist ja fast eine "Untervermietung" eines Stellplatzes. Allerdings habe ich auch keine Idee, wie man das juristisch unterbinden, bzw. der Sache begegnen will.


    Solange es keine Standdauerbeschränkung auf dem Stellplatz gibt und eine entsprechende Nutzung nicht in den Stellplatzbedingungen untersagt ist, wird man da wohl weiterhin nur den Blutdruck, entsprechend der Dreistigkeit, versuchen niedrig halten zu können.


    vG

    Martin

  • Hey Martin,

    leider nimmt die Unverfrorenheit einiger Zeitgenossen offenbar immer mehr zu.

    Rechtlich scheint die Lage völlig offen zu sein.

    Ich bin kein Jurist, aber vermutlich kann der Platzbetreiber das nur per Hausordnung verhindern.

    Wenn das Schule macht, werden die Stellplätze bald noch knapper :cursing:.

    Beste Grüße Peter

  • Ich hatte so eine Geschichte aus der Mittelmeer gehört.

    Manche Schlaumeiern haben an der Cote d'Azur Boote vermietet.

    Boote die keinen Motor hatten.

    Sie waren nur am Pier befestigt und sind nie auf See gewesen.

    Ankerplatz war aber viel billiger als richtige Appartements.......keine weitere Gebüren wie GrundSteuer, usw.

  • Noch ne Nummer:


    an der ital. Adriaküste hat ein Yachtcharter-Unternehmer für seine Luxuskundschaft zum Überbrücken von Anreise zum und Übergabe vom Schiff 3 Stück Centurion 3-Achser im Hafendistrict geparkt, um eine standesgemäße Übernachtung anzubieten.

    Die Fahrzeuge wurden nicht bewegt.


    Nun hat man ihm diese Nutzung fremden Geländes entzogen.

    Die Fahrzeuge standen/ stehen zum Verkauf in einer Tiefgarage.


    Das ist juristisch keine Herausforderung, weder an der Adria noch an der Möhne.:lol4:

  • Hallo zusammen,


    Laos weiß gerade nicht was ich davon halten soll. Glaube aber nicht, dass das ein Trend wird. Da ist es doch einfacher und billiger ein großen Wohnwagen zu vermieten als ein Wohnmobil. Ist von der Anschaffung ja viel preisgünstiger. Und wenn jemand privat sein Wohnmobil vermietet, ist das nicht ähnlich? Auf der anderen Seite würde ich das nie machen, weder vermieten noch mieten. Aber spannend auf welche Ideen einige Menschen kommen.

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