Dauerbelegung Stellplätze

  • Servus zusammen.

    Ich erlebe es immer öfter, dass offizielle Stellplätze von Städten und Gemeinden mit Dauercampern belegt sind. Meist sind das die kostenlosen Stellplätze. Oft haben diese Mobilisten abenteuerliche Wohnmobile und tragen die Kennzeichen der Stadt oder der Region.

    Teilweise belegen diese Dauercamper Wochenlang diese Stellplätze. Gerne auch dann wenn Schilder darauf hinweisen, dass max. 4 Tage erlaubt sind.

    Teilweise sind es kleine Gruppen die alles belegen und gerne auch zusammen grillen und feiern.

    Ganz beliebt sind die Stellplätze mit Stromversorgung.

    Wie erlebt ihr das und was haltet ihr davon?

    Gruß

    Jürgen

  • Ist ein übel das es nicht braucht. Wie erlebe ich es? Ich fahre weiter.

    Könnte ja versuchen jemand von der Gemeinde zu erreichen, nur was nützt mir das wenn ich eine Nacht verweilen will?

    "Der Tourist zerstört was er sucht, indem er es findet".

    ......auch die längste Reise beginnt mit einem ersten Schritt...... Gruß aus dem Landkreis Kaiserslautern (67705 Trippstadt)

  • Moin Frank, dass sehe ich ein wenig anders ! Bei uns im Norden wurde vor kurzem ein Kostenloser Platz der Gemeinde nach diversen Verwarnungen dichtgemacht,weil die Womofahrer nicht hören wollten.

    Auf einem anderen Platz standen die Dauerparker wochenlang und erst nach einem Hinweis an die Gemeinde -die das nicht mitbekommen hatte- wurde eingeschritten und nun auch immer mal wieder kontrolliert. Seit dem funktioniert es.

    Gruß Uwe

  • Moin Uwe,

    vollkommen richtig. Nur was machst du wenn du auf der Reise bist für eine Nacht?

    Ein schöne Aussage seitens der Gemeinde ist immer, sie hätten es nicht mit bekommen.

    "Der Tourist zerstört was er sucht, indem er es findet".

    ......auch die längste Reise beginnt mit einem ersten Schritt...... Gruß aus dem Landkreis Kaiserslautern (67705 Trippstadt)

  • Ich erwarte nicht von jedem Durchreisendem eine Reaktion aber die Einheimischen Womofahrer bekommen das mit und könnten was dagegen tun. Aber jeder so wie er/sie/es meint.

    Vollste Zustimmung :thumbup:

    "Der Tourist zerstört was er sucht, indem er es findet".

    ......auch die längste Reise beginnt mit einem ersten Schritt...... Gruß aus dem Landkreis Kaiserslautern (67705 Trippstadt)

  • Das ist ein fortwährendes Ärgernis. Haben wir leider an einem Stellplatz in der Gemeinde (am Gartenhallenbad" auch so. Ebenfalls auf dem kostenpflichtigen Stellplatz in Hemer. Da gönnen sich Einheimische einen Dauerparkplatz für ihr Mobil. Leider haben die Gemeinde(n) da wenig Handhabe. Bei uns handelt es sich um einen Parkplatzbereich, wo es leider keine rechtlichen Möglichkeiten für die Gemeinde gibt. In Hemer müssen die Eigner alle 3 Tage umsetzen und ein Ticket reinhängen. Ist ärgerlich und unfair aber leider wohl rechtlich nicht zu beanstanden. So die Aussage der Gemeinde(n).


    vG

    Martin

  • Als 1 x Übernachter kann ich doch gar nicht feststellen, ob Plätze durch Dauercamper belegt sind.


    Zudem gibt das Kennzeichen heute keinen Aufschluß mehr über den tatsächlichen Wohnort des Halters seit Kfz-Kennzeichen aus fremden Kreisen durch den nächsten Halter übernommen werden können.


    Und: in Rheinbach gibt es ein Freizeitbad mit Tieftauchbecken. Da kommen aus dem Umkreis, also alle mit SU oder EU Kennzeichen, Womo und Campervans die dort Schwimmen oder Tauchen. Bleiben 1 oder 2 Nächte und sind dann wieder weg.


    Gruß


    Elbert

  • Das ist grundsätzlich natürlich richtig, aber wenn z.B. das Stromkabel inzwischen eingewachsen ist :D oder ähnliches, ist es häufig zu erkennen.

    Und wie schon erwähnt, die Ortsansässigen sehen es.

    Allen einen schönen Tag.

    Gruß Uwe

  • Wenn ich eine Stadt für 5 Tage besichtigen möchte und 4 mal zu dem Stellplatz fahre um zu versuchen dort einen Platz zu bekommen und dort immer die gleichen Lokals beim grillen sitzen und ich am Stadtrand ilegal auf einem Schotterparkplatz stehen muss empfinde ich das als asoziales Verhalten der Dauercamper.

    Es ist auch für die Städte und Gemeinden bedauerlich weil solche Stellplätze ja Touristen und Umsatz in die Geschäfte und Gastronomie bringen soll.

  • Hallo zusammen,


    abgesehen von einer Situation bei der ein Schild den Maximalaufenthalt reglementiert, wo ist das Problem?

    Klar ist es schön, wenn man selber auch einen freien Platz findet, aber die hier beschriebenen Fahrer haben offenbar ein angemeldetes Fahrzeug, zahlen demnach Steuern und haben damit doch nichts falsch gemacht.

    Was unterscheidet deren Recht dort zu stehen, vom Auswärtigen der / die auch gerne dort stehen möchte?


    Am Ende ist es doch das gleiche wie in einem innerstädtischen Bereich, bei dem man mit dem PKW immer um den Pudding fahren muss um einen Parkplatz zu finden - zu wenig Platz für zu viele Fahrzeuge.

  • Ich sehe das etwa "engstirniger". Wenn man sich ein Wohnmobil zulegt, dann sollte man sich auch Gedanken über einen Abstellplatz machen. Die Stellplätze sind für den Zweck der reisenden Gesellschaft gedacht und nicht als "Ab"stellplätze. Belegt man nun mangels eigenem Abstellplatz die Stellplätze, so nimmt man der reisenden Gesellschaft etwas weg ... das ist nicht fair und nicht im Sinne des Erfinders.


    vG

    Martin

  • Hallo,


    in Ehingen an der Donau das gleiche. War ich vor 3 Jahren.

    Der Stellplatz ist kostenlos. Dieser war voll mit einheimische Wohnmobile, die nicht bewohnt waren. Wird also als Abstellplatz benützt. Ich habe ein Mail an die Stadtverwaltung gesendet. Die haben sich bedankt und wollten das für die Zukunft unterbinden. Ob da was passiert ist, kann ich nicht sagen. War seither nicht mehr vor Ort.


    Gruß, Wolfgang

  • Ob die Mobile den Stellplatz überladen oder alternativ die Anwohner in den Wohngebieten erzürnen nimmt sich wenig.


    Klar, auch ich freue mich über Platz auf Stellplätzen aber ehrlich gesagt mache ich mir keine Gedanken über diejenigen welche den Platz belegen. Ob das nun ein (ggf. unberechtigter) "Dauercamper" ist oder jemand der "auch gut hätte weiterfahren können weil ich den Platz doch dringender benötige ;-)" .. wo ist (im Ergebnis) der Unterschied.


    Würden Familien mit mehr als einem Fahrzeug in Wohngebieten innerfamilär "Park&Ride" betreiben und Zweitwägen, Wohnmobile, was weiss ich abseits parken gäbe es auch da weniger Probleme.


    Würden Frankfurter akzeptieren dass es die Pendler sind welche das Geld in die Stadt bringen und auf eigenes KFZ verzichten, hätte ich nicht immer meine Mühe bei Geschäftsterminen einen (PKW) Parkplatz zu finden ;)


    Und würden Verwaltungen sich mit Beschwerden ernsthaft befassen dann wäre bei uns im Ort der Schulweg an der Straße nicht zu 40% durch Anwohnerhecken behindert.


    Alles Sachen über die ich mich aufregen könnte, die sich dadurch aber kaum ändern. C'est la vie.

  • Was mich einfach ärgert, das bezieht sich dann eher auf die kostenfreien Stellplätze, ist die Sache, dass mit Geld ein Stellplatz geschaffen wird um Mobilisten anzulocken, die in der Gemeinde dann auch ein wenig Geld dalassen (Restaurant´s, Einkauf, Sehenswürdigkeiten) während Einwohner sich die Investition für eine eigene Abstellmöglichkeit sparen und dann diese Gratisstellplätze blockieren. Das wäre meine Sicht aus der kommunalen Perspektive.


    Ist der Platz gebührenpflichtig, dann sieht die Welt etwas anders aus. Dem Platzbetreiber entsteht kein Schaden und wenn Voll, dann Voll ... Dann ist das eben so.


    Für mich ist das immer etwas ärgerlich wenn Stellplätze als Abstellplätze belegt sind und ich dann keine Möglichkeit habe dort zu übernachten. Ich fühle mich dann von den Dauerparkern benachtteiligt. Alleine aus dem Gedanken der Fairness ist mir das zuwider. Ich rege mich nicht auf aber gegen ein wenig ärgern kann ich mich nicht wehren.


    vG

    Martin

  • Ich sehe das etwa "engstirniger". Wenn man sich ein Wohnmobil zulegt, dann sollte man sich auch Gedanken über einen Abstellplatz machen. Die Stellplätze sind für den Zweck der reisenden Gesellschaft gedacht und nicht als "Ab"stellplätze. Belegt man nun mangels eigenem Abstellplatz die Stellplätze, so nimmt man der reisenden Gesellschaft etwas weg ... das ist nicht fair und nicht im Sinne des Erfinders.


    vG

    Martin

    Die Diskussion geht ja noch einiger weiter. Warum keine abgehängten autarken Wohnwagen?

    Lösung: Geld verlangen und kontrollieren.

    "Der Tourist zerstört was er sucht, indem er es findet".

    ......auch die längste Reise beginnt mit einem ersten Schritt...... Gruß aus dem Landkreis Kaiserslautern (67705 Trippstadt)

  • um Mobilisten anzulocken, die in der Gemeinde dann auch ein wenig Geld dalassen

    Naja, der 1 Tages Übernachter auf Durchreise mit vollem "Lager" und Autarkie lässt potentiell weniger Geld in der Gemeinde als ein Mehrtages/Dauercamper der sich in der Tat mindestes beim Supermarkt versorgen muss. Auch da kann man vom Einzelnen eben nicht auf die Masse schließen.


    Würden die Gemeinden das konzeptionell ernst meinen dann würden sie sich auch mehr Mühe geben. Ich weiss zb. von der einen oder anderen Initiative bei der die lokale Wirtschaft eine Querfinanzierung von (nicht existenten) Stellplätzen angeboten hat um kostenpflichtige Stellplätze in der lokalen Wirtschaft "rückzuerstatten" Vergleichbar mit dem "Sanifair Wertbon" an Autobahn Raststätten.


    Man könnte Stellplätze damit:

    - kostenpflichtig machen (Nutzer kanalisieren)

    - Querfinanzieren (lokale Wirtschaft einbinden um Aufwand für Schrankenanlage,Parkscheinautomat o.ä. abzudecken)
    - für Stellplatznutzer klarere Motivation schaffen lokal Geld auszugeben


    Für mich "scheitert" das Stellplatzthema also eher an der Bürokratie es "sinnvoller" zu gestalten als an der vermeintlich "asozialen" Nutzung

  • Die Argumente sind richtig. Einige Gemeinden, so auch hier, "tasten" sich zunächst mal an das Thema heran. Man spürt aber deutlich, dass da Leute am Werk sind, die selber keinerlei Erfahrungen mit Stellplätzen haben. Auf diese Art und Weise werden einfach irgendwelche Linien auf Parkplätze gezeichnet, ein Schild hingebeppt und schon ist das ein Wohnmobilstellplatz.


    Stellplatz 1: Parkplatz Turnhalle ... Für Liner grenzwertig und nur mit maximal hochgefahrenem Fahrwerk über die "Rampe" zu befahren (Kennen ja so manche LinerTreffler bereits).

    Stellplatz 2 Parkplatz an Lenne: (Schildbürgerstreich :( ) ... Zufahrt zur Vermeidung von LKW auf 2,20m verengt (kann man leider nicht rausnehmen, diese Verengungsschilder)

    Stellplatz 3 Parkplatz an Gartenhallenbad: Ist ständig durch mindestens einen Anwohner als Dauerparkplatz belegt


    Ziel bei der Einrichtung der Stellplätze war es, zu untersuchen wie starkt der Andrang ist und ob sich ein guter Stellplatz "lohnt". Entlang der Sauerandlinie (A45) ist die Auswahl recht mager und die Örtlichkeit würde sich auch aufgrund des Angebotes für Touristik (Wandern, Radfahren, Naturgebiete) lohnen. Durch die A45-Sperrung ist das Konzept aber derzeit ausgehebelt, die Umstände tut sich niemand an um an die Stellplätze zu gelangen.


    Diese "Sanifair"-Idee wird ja teilweise bereits praktiziert. Oftmals bei Stellplätzen an Bädern, wo das Stellplatzticket dann beim Eintritt ins Schwimmbad angerechnet wird. Das Modell hätte auch für andere Profiteure sicherlich einen Reiz.


    Schlußendlich geht es aber nicht darum, wie man einen Stellplatz refinanziert, sondern darum "ob und wie man sich ärgert, wenn Stellplätze durch einheimische Dauerparker blockiert werden":

    Ich sehe einen deutlichen Unterschied, ob ein Fahrzeug "bewohnt" wird oder tatsächlich einfach nur "abgestellt". Bewohnen mag mannigfaltige Gründe haben aber "abstellen" ist tatsächlich eine unnötige Blockade. "Parken" um eine Besorgung zu machen oder etwas zu erledigen, ist ebenfalls eine andere Sache. (Gut, kann man auf den ersten Blick nicht erkennen). Aber aus Spargründen oder weil man schlichtweg keine Vorsorge für einen Abstellplatz getroffen hat, ist in meinen Augen eben nicht ok.


    vG

    Martin

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