Die zweite Runde ... ein ExMo entsteht

  • So der Rahmen ist fertig und wartet auf den Start des Kabinebaus. Hat alles Zeit, das Fahrgestell wird nicht vor Mitte September bei MAN hergestellt.

  • Willste den nicht feuerverzinken ? Besseren Korrosionsschutz gibts nicht für Stahl. Nur sind nun leider keine Furchflussöffnungen am Rahmen.

    Viele Grüße Jutta und Jan


    Das Leben ist zu kurz für Irgendwann !!

  • Willste den nicht feuerverzinken ? Besseren Korrosionsschutz gibts nicht für Stahl. Nur sind nun leider keine Furchflussöffnungen am Rahmen.

    Ja Verzinken ist das beste. Leider müssen wir noch ein paar Sache festschweißen, wenn das Fahrgestell da ist. Darum kann ich das aktuell noch nicht machen.


    Wenn wir dann im September / Oktober soweit sind, dann wird der Rahmen spritzverzinkt und lackiert.

  • Wir nehmen Anhänger/ Auflieger nur Feuerverzinkt, dass ist das einzig wahre.

    Spritzverzinkt bringt nicht viel.

    Wenn nachträglich noch geschweißt wird muss der Zink an der Stelle abgeschliffen werden und mit entsprechenden Draht lässt sich das auch ganz gut Schweißen, spritzt nur ein bisschen mehr.

    Der Vorteil ist ,dass auch wenn die Zinkschicht an dieser Stelle beschädigt ist diese nicht vom Rost unterwandert wird.


    LG Michael

  • Wir nehmen Anhänger/ Auflieger nur Feuerverzinkt, dass ist das einzig wahre.

    Spritzverzinkt bringt nicht viel.

    Diese Meinung teile ich nicht. Siehe z.B. Spritzverzinken - Aus den Gesprächen die ich mit Verzinkern hatte - das Spritzverrzinken funktioniert gut, ist aber teurer.

    Vor allem was die Überlackierbarkeit angeht deutlich besser. Zudem ist kein Verzug zu erwarten, gerade bei der Rahmengröße die wir brauchen, kann das schon beim Tauchen passieren.


    Nach allen technischen Abwägungen für unseren Anwendungsfall das bessere Verfahren. Machen aber die wengisten, da doch recht teuer.

  • Beim Spritzverzinken muss SA3 gestrahlt werden. Dann wird ein Zinkdraht durch eine Flamme aufgeschmolzen und auf das Werkstück aufgesprüht. Dabei sollten mindestens Schichtdicken von 120 my erreicht werden. Durch die große Oberflächenrauheit verzahnt sich die Zinkschicht mit der Stahlfläche. Es bleiben aber zwei voneinander getrennte Metalle. Beim Feuerverzinken entsteht in der Zinkschmelze zuerst eine Legierung aus Zink und Stahl. Beim ausheben aus der Schmelze legt sich dann eine Reinzinkschicht auf die Oberfläche. Bei dem Rahmen würde sich eine Zinkdicke von ca. 150 my bilden. Bei Stahl S355 sogar noch höher. Wenn beim Rahmen die notwendige Schweissfolge eingehalten wurde, ist nicht mit Verzug zu rechnen.


    So, das war endlich mal ein Thema mit dem ich mich auskenne. 🤗😉

  • Beim Spritzverzinken muss SA3 gestrahlt werden. Dann wird ein Zinkdraht durch eine Flamme aufgeschmolzen und auf das Werkstück aufgesprüht. Dabei sollten mindestens Schichtdicken von 120 my erreicht werden. Durch die große Oberflächenrauheit verzahnt sich die Zinkschicht mit der Stahlfläche. Es bleiben aber zwei voneinander getrennte Metalle. Beim Feuerverzinken entsteht in der Zinkschmelze zuerst eine Legierung aus Zink und Stahl. Beim ausheben aus der Schmelze legt sich dann eine Reinzinkschicht auf die Oberfläche. Bei dem Rahmen würde sich eine Zinkdicke von ca. 150 my bilden. Bei Stahl S355 sogar noch höher. Wenn beim Rahmen die notwendige Schweissfolge eingehalten wurde, ist nicht mit Verzug zu rechnen.


    So, das war endlich mal ein Thema mit dem ich mich auskenne. 🤗😉

    Top!

    Ja der Rahmen wird komplett gestrahlt und dann spritzverzinkt, noch mal grundiert und dann mit dem Fahrgestelllack lackiert.

    So haben wir es beim letzten Mal auch gemacht, und das Ergebnis war perfekt. Bin gespannt wie es sich diesmal entwickelt.

  • Interessant…wie erfolgt der Korrosionsschutz in den Hohlräumen?


    LG Bernhard

    Ganz einfach :) Es gibt keine Hohlräume. Wir haben alles verschlossen.


    Der Grund ist, dass ich nicht möchte, dass sich irgendetwas komisches in meine 180x100 Profilen einnistet und dann was passiert. Wir haben auch die seitlichen Trägerprofile. Auch die sind alle verschweißt und zusätzlich verstärkt.


    Durch die Deckel an den Enden wrid zudem noch ein wenig Stabilität ins Profil gegeben. Im Rahmen gibt es stellen da sind 160er Quadartrohr und 140x80 Rechteckrohr zu Stabilisierung verbaut. Zudem gibt es eine Plasmaschnittene Verstärkung in der Mitte um den Treppenausschnitt zu stabilisieren.


    Am Ende des Tages sind es etwa 575 kg die der Rahmen wiegt.

  • Beim Spritzverzinken gar nicht. Beim Feuerverzinken auch von innen.

    Ja und dann wird es auch total wichtig verzinkungsgerecht zu konstruieren. Wenn man dann so ein Ding zum ersten mal macht, spricht man am besten mit einem Verzinker was er so empfiehlt.

  • Na gar nicht ist auch nicht ganz richtig. Man kann ja auch noch Hohlraumkonservieren ;) .

    Hab ich schon gesehen. Wenn es dann warm wird, rennt dir das Wachs langsam aus dem Rahmen. Eine riesensauerei - vor allem wenn dann noch mal Sand und Staub ins Spiel kommen. Muss man wollen, mir wurde von Leuten die das schon ausprobiert haben, dann eher das Verzinken empfohlen.

  • Für die, die es interessiert, mal ein CAD Rendering der Rahmens. Der Ersatzradträger ist im Modell aktuell nur ein Platzhalter, da wird noch etwas mehr drankommen.


  • Wenn alle Hohlräume verschlossen und nicht belüftet sind ist das der erste Schritt zu Korrosion.

  • Der Rahmen vom Mammut ist ja Feuerverzinkt die Enden allerdings offen und nur teilweise mit Riffelblech abgedeckt.

    Anders als beim Liner werde ich ihn nicht mit Wachs konservieren. Den optimalen Stoff suche ich noch. Im Winter soll es ja nach Lappland gehen bis dahin soll er Lackiert und Konserviert sein.


    Hi Karsten,


    manche verwenden ja Mike Sanders. Dann gab es noch so ein Zeux, welches auch die Bundeswehr verwendet. Ich weiß aber leider nicht mehr wie das heißt. Im blauen Forum hatte ich mal davon gelesen. Das soll anders als das von Mike Sanders sein.

    Vielleicht hilft es ja.


    Liebe Grüße

    Michael