Posts by Zausels_Kerl

    Sorry bei den ganzen Ärger den Du hattest, aber ich musste herzhaft lachen 😂. Das kam mir sehr bekannt vor. Der arme Kerl hatte hinterher sicherlich ein Mitarbeitergespräch...

    Neee, Ärger hatte ich nicht. War eher ungläubig entsetzt aber sonst entspannt. 2 Tage nach dem Termin hat übrigens eine Mitarbeiterin der DEKRA angerufen: Qualitätssicherung - Waren Sie mit uns zufrieden? - Ja, Sicher!


    vG

    Martin

    Kleiner Nachtrag:


    Nur um Missverständnisse zu vermeiden. Der Kollege war durchaus freundlich, höflich, also alles ok. Nur, dass er seine Checkliste irgendwie nicht umsetzen konnte und vermutlich zum ersten Mal in seiner Karriere ein Wohnmobil vor der Nase hatte und entsprechend agierte während die Zeit so dahinplätscherte. Das war dann eben das Besondere. Persönlich nett aber fachlich eben etwas überfordert ...


    vG

    Martin

    Eigentlich ist so ein Besuch zur HU beim Tüv ja unspektakulär aber hin und wieder kommen ungünstige Parameter zusammen, die dann doch mal eine Erzählung wert sind ...


    Ich hatte gerade einen Nachmittag Zeit und entschloß mich spontan die fällige Hauptuntersuchung an unserem Dickschiff machen zu lassen. Kurz das Telefon in die Hand und bei der DEKRA angerufen "Kann ich kommen oder brauche ich einen Termin?" - "Kommen" war die Antwort. Also habe ich das Triebwerk unseres Liners gestartet und bin völlig entspannt zur DEKRA gefahren, Es war ja alles in Ordnung und sollte keine Probleme geben. Den Keilriemen hatte ich ja gerade montiert und das Fahrzeug durchgesehen. Alles OK - Stempel sicher!


    Als ich bei der DEKRA eintraf standen etwa 15 PKW Schlange vor der Einfahrt und ich drehte schon mal entnervt die Augen nach hinten. Ich bewegte mich dann vorschriftsmäßig mit Maske bekleidet zur Anmeldung um zu fragen wie lange es denn wohl ungefär dauern würde bis ich dran käme. "Sofort" ... "Sie sind ja ein LKW und da fahren Sie vor das linke Tor. Es kommt jemand ..."


    Der Prüfer kam dann mit einem Klappbrett in der Hand auf mich zu. Ich sah ihn und mein erster Gedanke ..." Nein, NEIN ... Nicht der ...". Dieser Kollege ist recht frisch von der Schule und bei anderen HU´s ist mir seine Pingeligkeit schon aufgefallen. Aber dennoch, bei unserem Auto ist ja alles in Ordnung ... also mal los.


    "Guten Tag, Ihre Gasprüfung ist abgelaufen" - "Jupp, weiß ich, wird neu gemacht bei Kühlschrankumbau ... ist ja derzeit für die HU nicht relevant!" - "Ohne Gasprüfung keine HU, wir bei der DEKRA machen das nicht ..." - "Machen Sie eine Gasprüfung und was kostet die?" - "Jupp machen wir und kostet 49 Euro " - "Mitmachen!"


    Gemeinsam machten wir eine erste Runde ums Auto. Kleiner Smaltalk "Fahren Sie mit dem Auto auch in Urlaub?" - "Ja, kommt vor ;)" ... "Dieses komische Edelstahldingen da an der Seite muss ab!" - "Warum? Gehört doch zur Heizung. " - "Nee, muss ab, steht über. Das ist ein Risiko für die Fußgänger" - "Ich fahre meist in Deutschland, da sind die Fußgänger auf der anderen Seite und wenn Sie mal von der Seite schauen, dann sehen Sie, dass das Teil keineswegs übersteht!" - Der gute Mann machte eine Notiz auf seinem Zettel ...


    "Was ist das für ein Pinöppel da vorne links? Der muss auch ab ..." - "Das ist der Temperaturfühler für Aussentemperatur und der ist werkseitig und zugelassen so verbaut!" - Der gute Mann machte eine weitere Notiz auf seinem Zettel.


    "Was sind das für Scheinwerfer?" - "Originale Scheinwerfer von Concorde" - "Haben Sie eine Genehmigung? Das ist doch ein MAN!" - "Nein, Es handelt sich um ein Wohnmobil von dem Hersteller Concorde und nur das Fahrgestell ist von MAN. Die Scheinwerfer sind original von Concorde so eingebaut!" - "Auch die >>>Angeleyes<<< ?" - "Hä, was? Angeleyes? ... Sie meinen die Lichtkränze an den Blinkern? Ja, ebenfalls original von Concorde." - " Das sind aber komische Scheinwerfer." - "Fahrlicht ist Xenon und Fernlicht ist Halogen" - "Das ist nicht zulässig, Xenon und Halogen darf nicht gemischt werden!" - "Ich gebe Ihnen die Telefonnummer von Concorde, rufen Sie da an und klären Sie das. Das Fahrzeug ist so original ausgeliefert, zugelassen und seit Jahren zur HU ohne Mängel vorgeführt worden!" - Der gute Mann machte eine Notiz auf seinem Zettel.


    "Die Anhängerkupplung müssen Sie abnehmen, wenn Sie nicht mit Anhänger unterwegs sind!" - "Das ist keine abnehmbare Kupplung sondern fest verschraubt!" - "Die Schrauben kann man lösen ... gilt also als abnehmbare Kupplung!" - :rolleyes:X/:cursing: - Der gute Mann machte eine Notiz auf seinem Zettel.


    "Ist das hier die Treppe?" - "Ja, das ist die Treppe" - "Fährt die automatisch ein, wenn Sie losfahren?" - "Nein - die fährt automatisch ein, wenn ich den Motor starte!" - "Das geht so nicht. Die muss beim Losfahren automatisch einfahren!" - "Üblicherweise starte ich den Motor bevor ich losfahre und dann fährt sie rein" - Der Prüfer schrieb einen Vermermerk auf seinen Zettel.


    "Ist da irgendwas loses auf dem Dach?" - "Nein, meine Frau ist zu Hause!" - "Aber da ist doch bestimmt eine Satelitenantenne?" - "Ja, eine automatische!" - "Fährt die automatisch ein, wenn Sie losfahren?" - "Nein, die fährt automatisch ein, wenn ich den Motor starte ... siehe Treppe!" - "Hat die Antenne eine Sicherung?" - "Jupp, hattse!" - "Kann ich mal hören?" - "Hören? Die Sicherung ist in der Heckgarage in der Elektroverteilung." - "Nein, eine mechanische Sicherung gegen Hochklappen während der Fahrt! Oder steigen Sie vor Abfahrt aufs Dach und sichern die Antenne?" - "Noch nie gehört. Die Antenne fährt in ihre Ruheposition und dann ist gut!" - "Nein, beim Einfahren muss man deutlich das Klacken der Sicherung hören, wenn sie einrastet." - "Da ist keine Sicherung. Der Antrieb hat ein Getriebe und das blockiert, wenn die Satschüssel in Ruheposition ist!" - "Nee, da muss man das Einrasten hören!" - Eine weitere Notiz fand ihren Platz auf seinem Zettel.


    "So" sagte er ... "Steckt der Schlüssel? Dann fahre ich mal auf den Prüfstand." - "Der Schlüssel steckt aber Sie fahren mal nirgendwo hin. Sagen Sie mir, wo Sie das Fahrzeug haben wollen und ICH fahre es da hin." - "Nein, ich muss das selber tun." - "Ok, wenn Sie den Wagen starten können, dann meinetwegen aber sonst nicht!" - Er stieg auf den Fahrersitz, drehte den Zündschlüssel und scheiterte an der Wegfahrsperre. Ich habe dann den PIN eingegeben und er machte den nächsten Startversuch. Keine Reaktion, da der Gangwahlschalter nicht auf "N" stand. "Das lassen wir mal besser und ich fahre den Wagen selber auf den Prüfstand." - Er hat das dann akzeptiert.

    "Bitte mit der Vorderachse auf den Bremsenpfüfstand!" - "Jupp, Moment ich schalte auf das Prüfstandprogramm." - "Nein brauchen Sie nicht, wir machen ja nur eine Bremsenprüfung!" - "Doch, was meinen Sie macht die Fahrzeugelektronik, wenn die Vorderräder drehen und die Hinterräder stehen? Dann geht der Tannenbaum an - Alarm Alarm - ETC !!!" - "Ach so, ja dann können Sie das machen". - Während des Bremsentestes hat mich der freundliche Prüfer dann auch noch darauf hingewiesen, dass die Bremsflüssigkeit etwa alle 3 Jahre gewechselt werden sollte. "Ist kein Bestandteil unserer Prüfung aber wir können gerne auch die Bremsflüssigkeit testen - kostet 5 Euro!" - "Hä ? Bremsflüssigkeit? Das Fahrzeug hat eine Druckluftbremsanlage ..."


    "Wirkt die Handbremse auf die Vorderräder?" - "Nein, Hinterräder ..." - "Dann bitte einmal vorfahren ..." - "Bitte langsam weiter auf die Bremse treten ... OK." - "Nun mal langsam die Handbremse ziehen" - "Hallo ... Druckluftbremse - Nix mit langsam Handbremse ziehen. Feststellbremse ein oder aus. Sonst nix!" - "Gut einmal vorfahren bis auf die Rüttelplatte".


    "So, ich gehe dann mal unter das Fahrzeug. Wenn ich Bescheid sage, dann mal kräftig am Lenkrad hin- und herdrehen." - Der Prüfer kletterte in die Grube. "Das Schätzchen hat ja schon einige Kilometer gelaufen, da könnten die Gelenke ausgeschlagen sein, ich prüfe das mal." - "Das ist ein MAN, der hat 160 Tausend Kilometer auf der Uhr, der ist noch nicht mal eingefahren! - Da ist nix mit den Lagern!" - "Ja, alles in Ordnung. Nun mal die Handbremse betätigen." - Habe ich gemacht um dann ein lautes Zischen unter dem Fahrzeug zu vernehmen. - "Was machen Sie da?" - "Ich lasse die Luft ab ..." - "Warum?" - "Ich muss ja schauen ob die Federspeicher reagieren." - "Hätte es nicht gereicht die Feststellbremse zu beträgigen um zu sehen, dass die Federspeicher reagieren?"


    Mit einem "Unten ist alles in Ordnung!" kam der Prüfer aus der Grube und kommandierte "Licht an. Links Blinken, rechts Blinken, Fernlicht, Standlicht ... Nebelscheinwerfer hatta nich?" Dann ging er an die Rückseite. "Licht ,,, Blinker links, Blinker rechts, Nebelschlußleuchte, Bremse, Rückfahrscheinwerfer" - "Dazu muss ich den Motor starten, sonst geht das nicht" - "Doch, einfach den Rückwärtsgang einlegen!" - "Nein, geht nur mit laufendem Motor, sonst funktioniert das automatische Schaltgetriebe nicht!" - "Dann machen wir das später draußen, hier in der Halle wollen wir kein unnötiges Laufenlassen der Motoren" - "Dann mal einen Meter vorfahren!" - "Das wird nun ein bisschen kompliziert! Sie haben mir den Druck aus der Bremsanlage abgelassen. Nun muss ich erst den Motor laufen lassen bis wieder Druck auf der Bremsanlage ist!" - "Nein, einfach vorfahren" - "Geht nicht! Druckluftbremsanlage - Ohne Luftdruck geht nich!" - "Das geht bei anderen auch, einfach vorfahren! Der Druck muss sofort wieder da sein!" - " Hallo? Sie lassen mir den gesamten Luftvorrat ab und nu soll der von alleine wieder da sein?" - Ein Kollege des Prüfers weist ihn darauf hin, dass ein LKW ohne Druckluft nicht losfahren kann ...


    "Dann starten Sie halt den Motor" - Natürlich habe ich den Motor dann im Standgas solange laufen lassen, bis der Druck vollständig da war. Dauert halt ein bisschen aber nun hatte ich auch keine Lust mehr auf Entgegenkommen. Einen Meter vorgerfahren "Halt! Hier das Teil müssen Sie in die OBD-Steckdose einstecken." Also habe ich die Klappe geöffnet und diesen grünen Kasten dann mit der OBD Steckdose verbunden. "Nun den Motor starten" - OK, Motor läuft. "Ich bekomme keine Kommunikation hin ... das kommt schonmal vor. Wieviel Drehzahl hat er denn?" - "600 Umdrehungen" - "Das müssen wir genau wissen ..." - Also mein Onboarddiagnosesystem auf dem Androidradio aufgerufen ... "598 Umdrehungen" - "Also 600!" - "Hä ich dachte sie wollen das genau wissen?".

    "Was hatta denn für eine Maximaldrehzahl?" - "2650 Umdrehungen!" - "Woher wissen Sie das?" - "Ich kenne mein Auto und das ist die Einstellung des Drehzahlbegrenzers" - "Dann einmal Vollgas bitte" - Wruummmm


    "Nun machen wir die AU" - "Das mit dem Auspuff geht so nicht. Da bekomme ich den Absauge nicht drauf ..." - "Und nu?" - "Müssen wir ohne machen ..." - Soviel zum unnötigen Laufenlassen der Motoren in der Halle.


    AU ist in Ordnung. "Nun muss ich nochmal in den Innenraum." - "Kommse rein" - "Die Gurte funktionieren?" während er jeden einzelnen Gurt abgewickelt und das Gurtschloss getestet hat. "Nun einmal die Kontrollleuchten" ... "Da brennt ein >T<" - "Ja das muss so sein = Turning Engine". - "Nein die Kontrolleuchten müssen alle ausgehen. Wenn eine Kontrollleuchte brennt, dann funktioniert etwas nicht!" - "Doch, steht auch im Handbuch. Bei laufendem Motor brennt das >T<" - Wieder notierte er etwas auf seinem Zettel. "Sie können nun rausfahren. Die Gasprüfung machen wir draußen." - Die anderen Prüfer in der Halle ließen ein "Wird auch Zeit" und "Endlich" ... ertönen.


    Nun kam Genosse Prüfer dann mit seiner "Luftpumpe" und fragte zunächst "Haben Sie eine volle Gasflasche dabei?" - "Nein" - "Dann können wir nicht prüfen!" - "Das Fahrzeug hat einen Gastank!" - Der Prüfer kniete sich auf den Boden, robbte unter das Fahrzeug "Wo isser denn?" - "In der Heckgarage!" - Also krabbelte der Prüfer wieder hoch und schaute in die Heckgarage. "Wo isser denn?" - "Das große rote Dingen da ..." - "Und wo ist der Prüfanschluß?" - "Der ist im Gaskasten" ... wir begaben uns zum Gaskasten und ich machte die Klappe auf. "Da kann man ja doch eine Gasflasche anschließen" - "Ja, brauche ich aber nicht. Habe ja einen großen Gastank". - "Wo kann ich denn mein Prüfgerät anschließen?" - "Am Prüfanschluß?" - "Wo ist der denn?" - "Da wo der Aufkleber "Prüfanschluß" klebt!" - "Das passt aber nicht!" - Ich habe dann kommentarlos die schwarze Schmutzkappe abgeschraubt ... "Nun passt es".

    "Geräte sind alle aus?" - "Jupp, alles aus" - Dann müssen wir nun 50mbar draufpumpen" - "Nein, 30mbar!" - "Wieso nur 30 mbar?" - "Weil es sich um eine 30mbar Anlage handelt und das auch auf dem Aufkleber mit der Prüfanweisung vor Ihren Augen steht!".

    Ich kürze mal ab. Nach eine Druckprüfung über 10 Minuten wurde dann jedes Einzelgerät nochmals einer Funktionsprüfung unterzogen. "Den Herd machen´se mal an" - Ich habe dann eine Flamme gezündet. "Nein- Alle anmachen!" - "Nee, mache ich nicht ohne dass da Töpfe draufstehen. Steht doch auch auf dem Sicherheitsaufkleber ..." - "Doch, die müssen alle brennen" - "Haben Sie einen Feuerlöscher griffbereit? Dann mache ich alle an." - Nun versuchte der gute Mann tatsächlich eine Flamme auszublasen um zu testet, ob das Abschlaltventil auch funktioniert. Ein ähnliches Spiel beim Backofen. Nur bei der Heizung hat er dann resigniert.


    "Ja, wir machen dann einen Termin für die Wiedervorführung. Sie haben dann 4 Wochen Zeit die Mängel abzustellen." - "Hä? Was für Mängel?" - Der gute Mann hatte 2 Din A 4 Zettel vollgekritzelt mit vermeintlichen Mängeln. Nun begab er sich ans Telefon ... geschlagene 30 Minuten später tauchte er wieder auf "ist das Edelstahldingen da der Abgasschacht von der Heizung?" - "Ja, isser" - "Dann ist das OK ... Nun noch ein Abstimmungsgespräch mit den Kollegen und als Ergebnis nach ein paar weiteren kleinen Diskussionen und Refenzfotos via Google hat er den alten Stempel vom Kennzeichen abgekratzt und einen neuen Stempel aufgeklebt - Ohne Mängel. Als er dann mit seinem Schaber auch die Plakette von der Gasprüfung vom GelCoat schaben wollte, bin ich etwas ungemütlich geworden und habe ihn davon überzeugt, dass man die Gasprüfplakette auch überkleben kann.


    Ich war um ca. 13:00 Uhr bei der Dekra und um 17:00 Uhr wieder zu Hause!


    vG

    Martin

    In der Oldiszene ist das Lederzentrum Maß der Dinge. Ich kenne keinen Oldtimersammler, der nicht das Grundpaket vom Lederzentrum im Regal hat, Ich auch!


    vG

    Martin

    Vielleicht auch noch ein Satz zu dem eigentlichen Thema für diejehnigen, die schon jetzt befürchten irgendwann vor der Tür zu stehen.


    Grundsätzlich ist die Mimik mit den Stellmotoren schon nicht schlecht und auch langlebig. Es gibt ein paar Indizien, die auf eine Alterung und bevorstehenden Ausfall dieser Schrittmotoren hinweisen.

    - Mehrfaches, schnelles Betätigen der Türentriegelung führt zu einem "Erlahmen". Das ist ein Indiz, dass die Stellmotoren am Ende des Livecycles ankommen.

    - Hakeliges Öffnen. Man hat das Gefühl, die Entriegelung öffnet nicht mehr vollständig, sondern "hakt". Die Stellmotoren verschleißen und ein Abrieb setzt sich innerhalb des Motorgehäuses in den Antrieb. Damit verschlechtert sich der "Hub" und irgendwann reicht er einfach auch nicht mehr aus um die Mechanik des Schließers zu betätigen.


    Das sich die Stellmotoren völlig ohne Vorankündigung verabschieden, ist eher selten, bzw. habe ich so noch nicht erfahren. Meist kündigt sich das Problem doch recht frühzeitig an.


    Bei den Türen gibt es verschiedene Generationen:

    Türen vor 2008 haben keine "Notbedienung" im klassischen Sinne. Dort ist eine Batterie verbaut, die Stellmotoren bei Stromausfall (Batterien Leer) ansteuern sollen. Eine mechanische Notentriegelung gibt es hingegen nicht. Hier die ist Lösung von Moeppi zu empfehlen, da die Löcher in der Verkleidung natürlich wesentlich einfacher bei geöffneter Tür eingebracht werden können, als wenn die Tür geschlossen ist und man sie elektronisch nicht mehr öffnen kann.


    Bei den Türen ab 2008 befindet sich im Türblatt eine mechanische Notbedienung. Je nach Wohnmobilhersteller gibt es da verschiedene Ausführungen. Bei Morelo befindet sich dieser Hebel hinter der kleinen Abdeckung an der von innen gesehenen rechten Türseite. Bei Concorde muss die Alublende an der Unterseite des Fensters abgenommen werden um entweder an den Hebel oder die vorhandenen Enden der Seilzüge zu gelangen. Bei Morelo hat man auch in dem ersten, vorderen rechten Staufach eine mechanische Notentriegelung, während ich bei Concorde noch keine mechanische Notentriegelung von "außen" gesehen habe.


    Um einen Bypass in das Auto zu haben, bestehen verschiedene Möglichkeiten. Zunächst sollte man sicherstellen, dass man einen Schlüssel für die Aufbauklappen hat (Versteck am Fahrzeug oder oder oder). Bei den Concorde-Modellen ist es oftmals möglich eine der Holzblenden (Sockelverblendung) des Heckbettes aus der Heckgarage zu entfernen (abschrauben). Mit ein wenig Gelenkigkeit kommt man da durch oder schnappt sich die nächste Blage (ein Kind) um es in den Innenraum zu schieben ;)

    Weitere Methoden gibt es eigentlich nur durch brutalen Einbruch. Die Dachluken wären ein probater Weg. Die kleineren Luken ließen sich mit vertretbarem Aufwand öffnen aber auch hier ist man ein ein 5-8 Jähriges Kind für den "Durchwurf" angewiesen (Die Verschlußhebel sind mit ca. 30 Euro noch recht günstig zu ersetzen - Ich habe immer einen solchen Ersatzhebel an Bord). Die größeren Luken lassen sich nicht zerstörungsfrei öffnen.


    Wenn tatsächlich alle Stricke reißen, dann besteht noch die Möglichkeit mit einer "Heißen Nadel" durch das Schiebefenster zu "schmelzen" und mit einem Drahtstift den Riegel zu lösen um das Schiebefenster zu öffnen. Aufgrund der Größe ist man auch wieder dabei das Umfeld nach einem Kind abzusuchen.


    Wohlgemerkt. Der Ausfall der elektronischen Verriegelung aufgrund eines defekten Stellmotors ist selten, geschieht aber. Wer sich absolut unsicher fühlt, kann auch einen Seilzug (Bowdenzug) aus der Tür in das Staufach beim Concorde verlegen. Der Aufwand ist gering aber frickelig, wenn ihr versteht was ich meine.


    Frei nach Murphy´s Regel gehen Sache ja nur kaputt, wenn es gerade überhaupt nicht passt und man das Ersatzteil nicht zur Verfügung hat. Also lege man sich einen Stellmotor an die Seite und schon ist ein wesentlicher Faktor für Murphy´s Flüche beseitigt :saint:


    vG

    Martin


    Kleiner Nachtrag:

    Sollte es doch mal vorkommen, dass einer der Stellmotoren seinen Geist aufgegeben man aber die Tür geöffnet bekommen hat, dann einfach die Schlossfalle abschrauben und beiseite legen. Die Aufbautür schließt auch mit einer verbleibenden Schloßfalls behelfsmäßig. Auf keinen Fall die Tür, wenn man sie dann "auf den letzten Timpen" aufbekommen hat, wieder zuwerfen um nochmal zu probieren. Das geht meistens schief ...

    Der Seilzug (Bowdenzug) von der Notentriegelung kann eigentlich nur durch die gleiche Verbindung wie auch die Verkabelung in das Türblatt geführt werden. Der Bowdenzug funktioniert parallel zu dem Notentriegelungsgriff in der Tür selber und da es keine andere Verbindung gibt, gehe ich davon aus, dass eben der schwarze "Schlauch" auf der Schanierseite auch den Bowdenzug beinhaltet.


    vG

    Martin

    Geundsätzlich bei solchen Erscheinungen, immer erstmal den Browsercache leeren. Meist sind die Probleme dann beseitigt. Vor allem, wenn es vorher einwandfrei finktioniert hat und "mit einmal" nicht mehr ..


    vG

    Martin

    Ich bestelle gerade diese VDO Stellelemente für die Aufbautür: X10-729-002-009 für ca. 20€ zzgl. MwSt pro Stück ...


    Ich schicke die Bestellung morgen Mittag raus. Wenn noch jemand aufspringen will, dann kurze Info. Dann bestelle ich entsprechend mehr von den Dingern ...


    //Ich habe bei unserem Dickschiff einfach beide getauscht und mir einen Funktionstüchtigen von den Altteilen beiseite gelegt. Was man in Reserve hat, geht nicht kaputte - sagt Murphy!


    vG

    Martin

    Stühle, 2 weiße Dacke mit 2 Kindern und mein Beiboot noch drauf standen....

    Gib den Hunden vorher Rote Beete ... Dann traut sich da keiner mehr drauf ;) (Weiße Hunde mit rot triefender Schnauze dürfen abschreckend genug sein)


    vG

    Martin

    Aber weil das hier ein tolles Forum ist, hat sich Josef bei mir gemeldet und wir haben alles klären können, ich denke so fair sollte man sein und dies auch vermerken.

    Nicht anders kennen wir das auch mit Comworks. Bisher wurden immer wieder Anfragen prompt und versiert beantwortet. Es ist zwar sehr selten, dass hier solche Probleme hochkommen aber an der Bearbeitung und Reaktion spürt man die Qualität des Hersteller.


    vG

    Martin

SuperSense Füllstandssensoren