willi_chic Certified Member

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  • Paul -

    Hallo Willi_chic könntest Du mir ein Foto von Deiner UV Konstruktion schicken habe großes Interesse nachzubauen.
    Gruß Paul

  • WDA -

    Guten Morgen!
    Zufällig habe ich Deine Bemerkung über Island gelesen: hast Du irgendwo schon einmal etwas über Island mit dem Wohnmobil geschrieben? Ich wäre sehr daran interessiert und würde mich freuen, wenn ich ein paar Infos bekommen könnte.
    Gruß
    Wolfgang

  • Shari -

    Hallo Klaus, auch wir fahren jetzt einen Morelo. Ich bin beim stöbern auf deine Isolierfolien/Matte gestoßen. Magst du mir sagen, wo ich das Material beziehen kann und welche Maße die Scheibe hat.
    Weiterhin interessiert mich die Befestigung oben.

    Vielen Dank im Voraus

    Gruß rolf

    • willi_chic -

      Hallo Rolf,

      eben erst entdeckt...

      das Material ist Isoliermatte, wie Isoflex, gibts 5-8 lagig im einschlägigen Camping-Handel. An den Rändern mit Isolierband einfassen
      an den 4 Ecken Öse einschlagen, oben dehnbare Schleife reinknoten
      Befestigung oben: mit Sikaflex kleinen Edelstahlhaken schräg oberhalb Windschutzscheibe angeklebt
      an Besenstiel Haken befestigt, damit kann kann die Schleife ohne Leiter in den Haken einhängen, unter Scheibenwischer klemmen, nach unten in den Radkasten abspannen

      grüße klaus

  • Luna -

    Guten Morgen Klaus,

    ich habe zu deinem letzten Beitrag etwas zu sagen, doch schreibe ich es dir pers.
    da mir sonst vielleicht unterstellt wird das ich Immer nur pro Concorde bin, was
    absolut nicht der Fall ist, nur weil wir Concorde fahren.
    Ich finde es nicht ganz richtig wenn du schreibst, " alles vertreten, nur 2 Namen nicht " . Stimmt zwar im Ansatz, jedoch sind mindesten 10-15 Händler dabei, die die Marken Phönix und Morelo vertreten. Und über wen klage ich bei Streitigkeiten ?
    Dort wo ich den Vertrag unterschrieben habe, also beim Händler.
    Sollte es zu Rückabwicklung kommen, stellt der Händler seine Ansprüche an den Fabrikanten dar.
    Ich kenne einen Morelofahrer der geklagt hat, aber eben über den Händler.
    Bitte nicht böse sein, aber ich finde in dem Beitrag wird wieder suggeriert,
    2 sind besser als alle Anderen und das stimmt so nicht.
    Zur Zeit von Herbert wurden viele Wohnmobile übers Werk verkauft. Da war Morelo bestimmt deutlich schlauer.
    Grüsse und allzeit gute Fahrt
    Luna

    • willi_chic -

      guten Morgen aus Erlangen

      danke für den persönlichen Kommentar, es ist richtig daß derjenige verklagt wird dessen Name im Schriftkopf des Vertrags steht
      im Kaufvertrag unseres Morelos (samt Inzahlungnahme unseres alten Carthago) steht Morelo Schlüsselfeld, buchungstechnisch lief das jedoch über einen Händler, vermutlich wegen Provision um die Händler nicht außen vor zu lassen

      ich bin sicher etwas voreingenommen, unser "Objekt der Begierde" war ein Concorde, im Werk wurden wir jedoch dermaßen verarscht daß wir zum Wettbewerb gegangen sind, und wir haben es nie bereut

      ich melde mich jetzt mal für eine Woche ab um uns mit 5 Womo-Paaren in der Pfalz zu treffen

      herzliche grüße klaus

    • Luna -

      Danke für die Antwort und schön das ihr Freude habt an Eurem Mobil, so
      soll es sein, egal welche Marke.
      Ganz viel Spass und gutes Wetter in der Pfalz.

      LG Luna

    • willi_chic -

      ich hab damals die Story aufgeschrieben: "Wie wir auf den Morelo gekommen sind"


      Wie alles begann:

      18. Oktober 2011
      Die jährliche Dichtigkeitsprüfung unserer Carthago Chic I47 steht an. Wieder stellt sich heraus dass ein Fenster nicht sauber eingedichtet ist weil ein unbedarfter Mitarbeiter im Herbst 2006 systematisch am Sika gespart hat und keiner ihm auf die Finger geklopft hat, das gleiche Thema wie all die Jahre zuvor. Weil ich mittlerweile die Arbeitsweise der Fa. Dietz in Ebern als sehr genau und zuverlässig einschätze, brauche ich nicht daneben zu stehen und bei jeder Messung und nachträglichem Abdichten zuzusehen. Shit happens.
      Deshalb schlendere ich frustriert über das Firmengelände und schaue mir die dort stehenden Fahrzeuge an. 2 Carver 820 von Concorde erregen meine Aufmerksamkeit, und nach 3-maligen Umrunden beschließe ich nach den Schlüsseln zu fragen. Ich bekomme sie ausgehändigt, und kann mir in aller Ruhe ohne Verkäufer das Mobil ansehen. Ich stelle fest, das könnte das nächste Mobil werden, allerdings kürzer und mit Querbett, der sonstige Grundriß passt, und einige Feinheiten kann man ja bei einer Neubestellung noch ändern. Ich verlasse mit Katalog und Peisliste den Händler, nachdem ich den möglichen Preisnachlass und die Lieferfristen ausgelotet habe

      20. Oktober 2011
      wir fahren nach Aschbach zu Concorde, es gilt meine Partnerin zu überzeugen dass ein neues Womo erstrebenswert wäre. In der Ausstellungshalle stehen rund 8-10 Fahrzeuge, darunter ein angestrebter Carver mit Querbett hinten, allerdings ein Modell vom Vorjahr Wir können uns ungestört umsehen und machen ausgiebig „Probewohnen“ und viele Fotos. Der Grundriß ist ja im Prinzip wie bei unserem Carthago, was sich wohl als Standard für die Größe bis 8m etabliert hat.

      Meiner Frau fällt sofort auf, dass
      - „das eigenständige, fahraktive Armaturenbrett“ (ähnlich wie bei BMW) zum Fahrer hin orientiert ist, was ja eine Diskriminierung der Beifahrerin mit sich bringt
      - in die Küchenarbeitsplatte ein Podest integriert ist, das den serienmäßigen Kaffeeautomaten aufnimmt (wir wollen aber keine Kaffeemaschine, das Podest nervt dann einfach)

      zuhause in neutraler Umgebung werden die Fotos ausführlich begutachtet, die Liste mit den Serienausstattungen und Sonderzubehör gewälzt und dabei festgestellt dass wir einige nicht listenmäßige Sonderwünsche brauchen. Nach 2 Wohnmobilen und 15 Jahren haben wir eine ziemlich genaue Vorstellung was wir wollen (und nicht wollen). Wir beschließen nochmals nach Aschbach zu fahren und diesmal Rat und Information eines Verkäufers zu nutzen.


      27. Oktober 2011
      wir sind wieder in Aschbach, sehen uns noch mal um, aber es ist wohl wegen nahendem Feierabends kein Mitarbeiter mehr vom Vertrieb zu greifen. Ich spreche den nächsten Mitarbeiter an, der die Ausstellungshalle passiert. Sein Arbeitsgebiet ist die technische Arbeitvorbereitung, er kennt sich also bestens mit der Materie aus. Wir verbringen 1 Stunde in einem draußen abgestellten Neufahrzeug mit angeregter Diskussion. Einen besseren Berater hätten wir uns nicht wünschen können

      9. November 2011
      wir haben eine Werksführung bei Concorde vereinbart. Offensichtlich sind wir seit längerer Zeit die Ersten, denn die Termine die im Internet angeboten werden, haben bereits vor einem Jahr geendet. Aber wofür gibt es schließlich Telefon.
      Ein Vertriebsmitarbeiter wird uns nach Feierabend durchs Werk führen, und ausführlich auf unsere Fragen und Vorstellungen eingehen

      Dachten wir

      Tatsächlich spaziert der Mensch vom Vertrieb mit einem Spezi durch die Hallen und unterhält sich angeregt mit ihm, wir können als Anhängsel hinterhertapsen, Fragen werden nur kurz beantwortet, weite Teile der Fertigung werden ausgespart. Wir sprechen unsere nicht listenmäßigen Sonderwünsche an und bekommen fast immer die Antwort
      - geht nicht
      - machen wir nicht
      - wollen wir nicht
      - können wir nicht

      wieso wollen die nicht? Flexibilität sieht irgendwie anders aus. Eigentlich könnten wir gleich zu Uwe Gante gehen, der hat auch wohnliche Einheits-Mobile mit 4 Rädern, würde eine Menge Geld sparen. Aber bei einer Größenordnung von über 150.000 €?

      Monate später erfahre ich dass Concorde einen externen Berater engagiert hat, der zwecks Optimierung die grandiose Idee hatte die Anzahl der möglichen Varianten drastisch zu reduzieren. Klar, damit spare ich schon mal Leute in der Arbeitsvorbereitung.
      So gibt es offensichtlich auch die Vorgabe die Kunden von den serienmäßigen Lösungen zu „überzeugen“, und aus der propagierten „Losgröße 1“ wird somit eine kleine Serienfertigung.

      Man sagt uns offen dass es keine Anleihen aus dem höherwertigen Charisma-Sortiment gibt, man will die Marke nicht „verwässern“. Wenn unbedingt nötig, müssten wir uns eben für das höherpreisige Segment, sprich Charisma entscheiden.

      So ist es halt mit McKinsey & Co, gestern die Fertigung von Beutelsuppen und heute die von Womos mit dem gleichen Rezept optimiert. Wir fragen den Vertriebsmenschen vom Werk wann denn ein baugleicher Typ aus der Fertigung käme, damit wir uns den ansehen können. Antwort: das wisse er nicht denn er hätte keinen Einblick in die Disposition der Händler…

      hää??? Das Werk weiß nicht wann es was fertigt????


      die nächsten Tage sind ausgefüllt mit intensivem Durchstöbern des Internets und des Concorde-Forums
      Der Kummer der Besitzer fokussiert sich im wesentlichen auf 3 Mängel
      - die Schläuche von Toilette zum Festtank sind nicht gasdicht, d.h. es stinkt nach einigen Monaten im ganzen Womo nach………Das Problem ist jedoch in der neueren Fertigung behoben, es werden gasdichte (teurere) Schläuche verwendet
      - es wird häufig von Problemen mit der Stromversorgung berichtet, teilweise wird dies auf den im Womo verbauten CAN-Bus geschoben
      - unendliche lange Wartezeiten für Reparaturen



      12. Dezember 2011
      wir beschließen uns sicherheitshalber auch mit Phönix zu beschäftigen und „überfallen“ das Werk in Aschbach. Unser Wunsch nach einer Werksführung wird prompt erfüllt, allerdings ist die junge Mitarbeiterin die uns führt erst seit kurzer Zeit in der Firma und weiß demzufolge nicht gut Bescheid. Eine Besichtigung der draußen abgestellten fertigen Fahrzeuge scheitert daran dass niemand die Schlüssel dafür findet
      Wir ziehen mit Katalog und Preisliste ab, nächste Station ist Wertheim wo wir uns einen Überblick über Hymer & Co verschaffen wollen. Ein sehr eifriger Verkäufer bedauert bei jedem Fahrzeug das er uns zeigt dass wir es (noch) nicht kaufen wollen. Mit den Fahrzeugen von Hymer können wir uns nicht so recht anfreunden, wir vermissen die klaren Linien


      15. Dezember 2011
      ich spreche mit dem Händler in Ebern und frage ob Lieferzeit und Preis noch gelten. Sie gelten, als Liefertermin wird Mitte Mai 2012 genannt

      19. Dezember 2011
      wir haben uns für jetzt einen Concorde Carver 721H entschieden, und ich maile dem Händler in Ebern unsere Wunschkonstellation, dabei einige nicht listenmäßige Sonderwünsche. Die Antwort kommt bereits nach wenigen Stunden, die Preisstellung wird bestätigt, die Sonderwünsche müssen jedoch erst mit dem Werk abgeklärt werden

      20. Dezember 2011
      Der Preis für den nicht listenmäßigen Sonderwunsch Webasto Zuatzheizung wird uns zugemailt, die Heizung würde der Händler selbst in seiner Werkstatt eingebauen. Für die Einrichtung werden die Preise sie erst im Januar verfügbar sein, da bei Concorde bereits der Weihnachtsurlaub begonnen hat



      28. Dezember 2011
      ich habe mit dem Meister der Werkstatt bei Dietz in Ebern vereinbart dass wir uns gemeinsam an einem Carver den Stromverbrauch in Stand-by ansehen. Ein Ausstellungsfahrzeug steht in der Halle und wir führen ausführliche Messungen bei verschiedenen Betriebszuständen durch. Als Ergebnis zeigt sich dass der Stand-by-Verbrauch zwar höher ist als bei unserem jetzigen Mobil, der Verbrauch jedoch auch im Winter durch die geplante 300W Solaranlage gedeckt werden wird. Die von Usern im Concorde-Forum geposteten Werte sind entweder heillos übertrieben oder wahrscheinlich auf falschen Umgang mit der MassCombi zurückzuführen (16 DIP-Schalter müssen richtig eingestellt werden, und wahrscheinlich ist die werksseitige Voreinstellung nicht optimal)
      Die geplante Zusatzheizung wird nicht erforderlich sein, falls doch lässt sie sich später leicht einbauen, die Möglichkeiten wie und wo werden besprochen
      Guter Rat kann so billig sein.
      Ich bin beruhigt und meine jetzt dass ein wesentliches Kaufkriterium, nämlich 6Tage freistehen ohne Strom am Skilift erfüllt werden kann


      16/17. Januar 2012
      wir sind auf der CMT in Stuttgart und der erste Weg führt zu Concorde. „Unser“ Modell ist leider nicht dabei. Wir haben uns zur Bedingung gemacht dass ein Kaufvertrag erst dann unterschrieben wird wenn wir dieses Modell in natura besichtigen können, ähnliches Vorgängermodell plus Bilder von der neuen Ausführung plus Fantasie reichen uns nicht.
      Ein netter Händler aus Norddeutschland hat offensichtlich gute Beziehungen ins Werk, er führt einige Telefonate und meint dass im März ein aktuelles Modell, allerdings mit Längsbett in Aschbach in der Fertigung sein würde.

      Wir besuchen Carthago um zu sehen wie die sich in den letzten 5 Jahren seit Kauf unseres Modells weiterentwickelt haben. Das Hauptproblem des Verkäufers ist unsere Stofftasche von Concorde, er bietet uns mehrfach an diese gegen eine von Carthago auszutauschen, leider wäre seine aber nur aus Papier. Der Herr war laut Visitenkarte Premium-Verkäufer. Ich will ihn etwas ärgern und erzähle von den Problemen die wir 2006 bei Übernahme unseres Chic I47 hatten. Meine Rede hinterlässt keinen Eindruck, da hätte ich doch gleich mit der Wand reden können

      Letzte Station ist Phönix, sie sind auf der Messe stark mit Alkovenmodellen vertreten, bei dem von uns gewünschten Integrierten können sie mit ihren Modellen nicht punkten. Trotzdem verbringen wir sehr angenehme 2 Stunden mit einem Verkäufer, der den Job nebenher macht (er ist Rentner) und mit seinen persönlichen Womo-Erfahrungen ein sehr gutes Verkaufsklima schafft. Wir finden daß nicht die professionellen Verkäufer mit ihrem Kundenverdummungs-geschwätz, sondern die ehrlichen und authentischen Amateure besseren Verkäufer sind. Wenige Tage später erhalten wir einen Stapel mit rund 40 ausführlichen CAD-Zeichnungen über die möglichen Ausbauvarianten.
      Flexibilität gibt’s also doch noch

      25. Februar 2012
      wir versuchen über unseren Händler in Ebern zu erfahren wann das für März avisierte Modell in der Fertigung sein wird.
      Fehlanzeige…
      denn über mehrere Tage gelingt es dem Händler nicht das herauszufinden. Entweder wissen die in Aschbach wirklich selbst nichts oder mauern. Er verzweifelt an dieser Vertriebsstrategie. Ich rufe den netten Menschen aus der technischen Arbeitvorbereitung an, erinnere ihn an das nette Gespräch vom Ende Oktober und bitte ihn auf dem kleinen Dienstweg um Hilfe. Weil jetzt beim Concorde-Vertrieb ein technischer Mitarbeiter Termine wissen will, werden offensichtlich die Herren vom Vertrieb wegen dieser Einmischung wach und versprechen mich zu informieren. Weil ich deren Customer-Relation-Management nicht traue nerve ich die noch mehrmals am Telefon

      30. März 2012
      wir sind im Steigerwald unterwegs und auf dem Weg nach Hause. Es ist Freitag nachmittags 16 Uhr als ich spontan entschließe mir mal anzuschauen wo eigentlich die „Neuen“ von Morelo wohnen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir keinen Gedanken an diese Firma gehabt, auch weder auf der CMT 2011 oder 2012 hatten die unser Interesse für einen Standbesuch wecken können. Nach einigen Irrungen finden wir das Werk, sehen einen riesigen Neubau finden aber keine Ausstellungshalle. Also gehen wir dahin wo „Verwaltung“ steht, bei „Vertrieb“ ist jedoch auch keiner mehr da. Also einen Stock höher, dort entdecken wir in einem offenen Büro einen einsamen Herren, den ich als H. Reimann identifiziere,
      Wir erklären ihm dass wir auf der Durchreise wären und uns gerne mal einen Morelo anschauen würden
      Er nimmt sich spontan eine Stunde Zeit und führt uns durch sein Werk und beantwortet ausführlich unsere Fragen (er ist Geschäftsführer). Ich hinterlasse meine Visitenkarte, nehme einen Katalog mit, und bekomme die Zusicherung am Montag würde sich jemand vom Vertrieb mit mir in Verbindung setzen.

      Das Wochenende vergeht mit dem Studium der Unterlagen, mit einem „kleinen“ Manor 74 können wir uns identifizieren. Dieser Typ sieht aus wie ein verbesserter Concorde Charisma, was kein Wunder ist da ja bei beiden die gleichen Entwickler dahinterstehen. Besonders gefallen uns die Schnörkellosigkeit und klaren Linien, außerdem ist das Armaturenbrett symmetrisch ausgelegt sodaß der Beifahrer nicht benachteiligt wird!!
      Montags um 10 Uhr kommt tatsächlich der versprochene Anruf.


      25. April 2012
      Vom Concorde-Vertrieb kommt ein Anruf, dass übermorgen früh ein Carver 721H (also das Objekt der Begierde) zur Auslieferung bereit ist, jedoch bereits am Mittag soll er Richtung Italien unterwegs sein. Schön daß gerade noch rechtzeitig jemand an uns gedacht hat, die vielen Anrufe von uns haben also doch Wirkung gezeigt


      27. April 2012
      wir sind in Aschbach bei Concorde um den Carver anzusehen….
      und fallen vor Schreck fast um….
      da steht ein riesig hohes Trumm in der Halle mit 3 Hecktüren, hinten so groß dass ein Kleinwagen reinpaßt. Die Erklärung ist so simpel wie erschreckend: weil man gemerkt hat dass die neue C21-Maschine mit 205 PS nicht in den Carver passt, hat man die Bug- und Heckschürzen eines größeren Modells genommen und die Höhe angepasst, was rund +15 cm gegenüber den Katalogangaben ausmacht. So eine Überraschung wäre schon ein Grund das Fahrzeug bei Auslieferung gar nicht zu übernehmen
      Mein Versuch den Grund dafür zu recherchieren ergab folgendes:
      Die Firma Meier Fahrzeugbau war jahrelang Chassislieferant für Concorde. Im Zuge der Gründung von Morelo hat Concorde erfolglos (und wohl unberechtigt) versucht seinem ehemaligen Geschäftsführer Reimann (heute Morelo) Veruntreuung in Zusammenhang mit der Beschaffung der Chassis anzuhängen, es ging um einen höheren Millionenbetrag, offensichtlich versuchte man auf diesem Weg die Eigenkapitalbasis von Morelo zu schmälern. Damit ging auch die Geschäftsbeziehung Concorde – Meier auseinander. In der Firmenhistorie von Concorde klingt das so: „Als Kernkompetenz wurde der Chassisumbau von einem externen Dienstleister zurück ins Unternehmen geholt. 30 neue Arbeitsplätze wurden geschaffen“. Kernkompetenz klingt gut, aber ohne Erfahrung? Aber man macht jetzt aus der Not eine Tugend und bietet das Ganze dann eben als XL-Variante mit Aufpreis an
      Damit wäre die gewünschte Maschine mit 205 PS für uns gestorben, das Design hatte sich nach unserer Auffassung verschlechtert und das fehlende Interesse auf unsere Wünsche einzugehen machte die Sache auch nicht gerade sympathischer. Wir sind verunsichert und wissen nicht mehr so recht wie wir unter diesen Umständen weiter auf Concorde setzen wollen


      19. Mai 2012
      Tag der offenen Tür bei Morelo, wegen dem bisher guten ersten Eindruck fahren wir hin um uns mal die Ausstellungsfahrzeuge anzusehen und eine Werksführung mitzumachen. Unsere Führung dauert fast 2 Stunden und wird von H. Löhner (Geschäftsführer) „zelebriert“, wobei der auch sehr offen und ausführlich auf die Sorgen und Probleme während der Gründungsphase eingeht (so sind z.B. die Plattenpressen überdimensioniert, wäre aus dem Womo-Geschäft nichts geworden hätte man damit Kühlkoffer bauen können). Auch die Probleme und Gründe weshalb sich der Doppelboden bei Fußbodenheizung absenkt wurden dargestellt und offen kommuniziert. Wir waren beeindruckt wie eine Firma eine Werksführung als nicht nur als technische Information sieht sondern vor allem als Möglichkeit sich selbst gut zu verkaufen. Chapeau!

      15. Juni 2012
      nachdem sich Morelo doch als ernste Alternative zu Concorde abzeichnet, haben wir nochmals einen Besuch bei Morelo mit individueller Werksbesichtigung vereinbart, auch um ganz konkret unsere Sonderwünsche anzusprechen. Und oh Wunder, wir werden als Kunden respektiert und ernst genommen, und es war kein Problem die Größe von Fenstern zu verändern, eine zusätzlich Dachluke einzubauen, spezielle Verstärkungen in die Garage für den Rollerträger einzubringen, Komponenten vom Palace in den Manor zu übertragen, eigens geplante Sondermöbel zu bauen, 2 Apotheker-Auszüge, den Kühlschrank in der Höhe zu versetzen, speziellen MPPT Solarregler…….
      Klar gab es nichts umsonst, aber die Kosten dafür waren mit 3% vom Listenpreis zu vertreten zumal bereits das Grundmodell um einiges teurer war als der eigentlich geplante Carver, wobei den Mehrkosten auch entsprechende Mehrleistung entgegensteht, und wir hätten ein maßgeschneidertes Womo!!!

      Damit war Concorde definitiv aus dem Rennen

      Die nächste Zeit vergeht mit dem Studium von Unterlagen und Fotos der Werksführung, „internen Diskussionen“. Das vollständige Angebot über den Morelo kommt wenige Tage später per eMail, im 2. Durchgang ist alles klar


      2. August 2012
      wir verabreden uns kurzfristig mit dem Vertrieb und wollen eigentlich den Vertrag für den verhandelten Manor 74H unterschreiben, nachdem die Konditionen von Preis und Liefertermin passen. Wir sehen es als Vorteil an dass wir direkt im Werk kaufen und damit keinen Händler haben, über den wir evtl. Gewährleistungsansprüche abwickeln müssen
      „Ich zeige Ihnen mal was“: völlig überraschend führt uns „unser“ Verkäufer (H. Lorz) in die Halle und zeigt uns den ganz neuen Manor 77HBX der gerade für die Messe in Düsseldorf fertiggemacht wird. Wir sind überrascht, was 30 cm mehr an Länge doch hinsichtlich Platz und Komfort bedeuten.
      Nach einer halben Stunde ist klar, genau das und kein anderes wird unser nächstes Womo. Die gesamten Sonderwünsche werden übertragen, der Preis bleibt wie für den kleineren, also 30 cm mehr ohne Mehrkosten
      Wir bekommen für unseren alten Carthago ein akzeptables festes Ankaufsangebot, können ihn aber bis Übernahme des Neuen selbst nutzen und verkaufen

      10. August 2012
      wir erhalten die Auftragsbestätigung, als Liefertermin wird der 6. Dezember genannt.
      Um sicher zu gehen dass alle unsere Sonderwünsche richtig verstanden wurden, schicke ich später noch einige Skizzen an Morelo

      10. Oktober 2012
      wir sind nochmals im Werk um die Farbe von Polstern und Tischausführung festzulegen, bei der Durchsprache der einzelnen Positionen sehen wir dass die Verbesserungen der 2013er Modelle noch eingeflossen sind. Außerdem sind uns noch einige nicht katalogmäßige Sonderwünsche eingefallen. Bei der Badausstattung haben wir die Wahl zwischen Ausführung 2012 und 2013. Der Preis ändert sich deswegen nicht

      23.Oktober 2012
      wir erhalten von Morelo den Arbeitsplan für unser Projekt, am 12. November soll das Chassis in die Fertigungshalle gefahren werden

      06. November 2012
      Unser „alter Carthago“ ist wieder bei der Dichtigkeitsprüfung durchgefallen, die Ablufthutze des Kühlschrankes auf dem Dach ist schlecht eingedichtet gewesen, die Teppichbespannung der Decke ist naß. Fa. Dietz in Ebern behebt die Undichtigkeiten und rein vorsorglich noch einige mögliche Problemzonen
      Ich treffe den Verkäufer wieder mit dem ich vor genau einem Jahr wegen einem Concorde ins Gespräch gekommen bin und erzähle ihm in groben Zügen wie die Geschichte abgelaufen ist. Er zeigt volles Verständnis, beglückwünscht mich zur Entscheidung und meint dass ich die bessere Wahl getroffen hätte….und zeigt mir frustriert eine Auftragsbestätigung von Concorde. Datum: fast 6 Monate nach Bestellung!)

      Jetzt sind die diversen Kundendienste und Prüfungen samt TÜV durchgezogen und es geht ans Ausräumen. Erstaunlich was so alles beim zutage kommt, vor Jahren als nötig gesehen und nie gebraucht…..

      14. November 2012
      bereits einige Tage früher, am 9. November wurde das Chassis (Iveco 65C21) in die Fertigungshalle gebracht.
      wir können heute unser Womo erstmals im „Rohbau“ besichtigen und ausführlich fotografieren, z.Z ist die Bodenplatte samt den Einbauten im Zwischenboden fertig. Das erste „Probesitzen“ auf dem Drehteller sieht recht lustig aus

      20. November 2012
      einen Tag bevor das „Gehäuse“ um das Chassis herumgebaut wird, machen wir nochmals einen Besuch im Werk und besichtigen unser Womo. Die Fertigungsqualität macht einen ausgezeichneten Eindruck, auch an Stellen die man später nicht mehr sieht wird sehr sorgfältig gearbeitet. Es entstehen eine Reihe weiterer Fotos.

      27. November 2012
      wir erhalten die Nachkalkulation der Sonderwünsche vom Oktober. Der Preis bewegt sich im Rahmen dessen was damals grob veranschlagt wurde. Der DAX steht gut, sodaß größere Aktienverkäufe sinnvoll erscheinen, irgendwie muß das gute Teil ja bezahlt werden. Die erste Reise kann geplant werden

      13. Dezember 2012
      Wir erhalten die Nachricht dass das Fahrzeug am 14.12. fertig wird (nur 6 Tage später als vor 4 Monaten in der Bestellbestätigung genannt, Kompliment an die Planer bei Morelo: Punktlandung!!!, (es gibt Firmen die in dieser Zeit nicht mal die Bestellbestätigung auf die Reihe bekommen) und vereinbaren den nächsten Dienstag als Auslieferungstermin

      Der „Alte“ wird in Zahlung genommen werden, bei mobile.de gabs zwar rund 1200 Aufrufe in 4 Wochen, aber nur 3 Anrufe
      - von einem Händler der ihn in „Kommission“ nehmen wollte
      - von einem anderen privaten Carthago-Verkäufer mit über 3000 Klicks, der fragte warum ich den Preis so niedrig angesetzt hatte (ich hatte den Preis bewusst niedrig angesetzt, denn aufgrund der Inzahlungnahme war der reale Marktpreis bekannt, und die Angebote bei mobile mit 66% vom ehemaligen Neupreis nach 6 Jahren liegen doch nach meiner Ansicht einiges daneben
      - ein Angebot, ob wir das Womo gegen ein Grundstück an der Nordsee tauschen wollten

      18.Dezember 2012
      Heute ist der Termin für die Abnahme. Wir treten mit unserem „alten“ Carthago zu seiner letzten Fahrt an, nach 30 km stellen wir ihn völlig unsentimental auf dem Morelo Parkplatz ab und montieren die Nummernschilder ab. Ein Schild am Eingang zur Fahrzeughalle heißt uns herzlich willkommen, der „Neue“ strahlt uns auf Hochglanz poliert an. Es ist alles wie geplant und alles sieht fantastisch aus, wir sind zunächst sprachlos und dann begeistert von der exzellenten Arbeit.
      Jetzt geht es an die Abnahme, beginnend mit dem Panel wird Funktion für Funktion durchgegangen, alles funktioniert perfekt. Lediglich beim Check der Solaranlage stoße ich auf eine fehlende Verbindung, sofort macht sich ein Monteur daran das Kabel nachzuziehen. Kann vorkommen, schließlich hatten wir bei der Stromversorgung unsere eigenen Vorstellungen die doch von der serienmäßigen Version abwichen.
      Wir tauschen die Kfz-Dokumente aus, Morelo erhält eine Box mit den Carthago-Unterlagen, wir verlassen das Werk mit einen Koffer voll Betriebsanleitungen, Handbuch auf USB-Stick, Kfz-Brief, Konformitätsbescheinigungen mit den exakten Wägergebnissen……

      Der nächste Vormittag geht mit Überweisen des Kaufbetrags, Abmelden des „Alten“, Anmelden des „Neuen“, etc schnell vorüber, unsere alten Nummernschilder werden wiederverwendet

      20. Dezember 2012
      Übernahme, wir holen unseren Morelo im Werk ab

    • Luna -

      Hallo Klaus,

      in vielem was du schreibst sehen wir Paralelen zu unserer Geschichte, die auch ein Buch sein könnte. 2011 und 2012 und auch 2013 waren wohl die schlimmsten Jahre für Concorde.Verkaufstechnisch eine Katastrophe, Beratungstechnisch idem dito, da bin ich 100 % bei dir. So viel Ärger und Elend wir auch gehabt haben mit C, wir sind immer gerecht behandelt worden, das muss ich sagen. Da C unser " Wohlfühlauto" ist, haben wir uns auch jetzt wieder dafür entschieden. Für uns waren die techn. Wünsche und unser Reiseverhalten ausschlaggebend. 90% aller techn. Einbauten
      ( zB . kompl. Strom, Solar, Klima, Hubstützen,Dieselstandh.,Dieseltank, Boiler, Verrohrung unter dem Auto, zusätzl. Inox-Schubladen, Beleuchtung in und um Womo, Aggregat, Retarder , usw. ) haben wir dann auch nicht von C machen lassen und siehe da...., keine Mängel, bis auf 2-3 Kleinigkeiten die man immer hat. Es war einfach eine Bauchentscheidung.
      Sollte man sich mal sehen irgendwo auf einem Stellplatz, werde ich dir unsere Geschichte erzählen.

      Gr. Luna

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